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Artikel | Gesundheits-Tipp 11/2010

Dinkel ist kaum gesünder als Weizen

Viele Konsumenten ­halten Dinkelprodukte für besonders gesund. Zu Unrecht, sagen Experten: Dinkel bietet gegenüber Weizen kaum Vorteile.

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Kommentare (2)

 
  • Christian Egg, Redaktor | 03.12.2010, 10:14

    Interessant!

    Was Sie schildern, ist sehr interessant. Es ist mir durchaus bewusst,
    dass das Thema Weizenallergie kontrovers diskutiert wird, insbesondere
    zwischen Schul- und Alternativmedizin. Im Lauf meiner Recherche haben
    mir aber mehrere Fachleute gesagt, dass Weizen und Dinkel eng
    miteinander verwandt sind und deshalb dieselben Allergene enthalten -
    also Eiweisse, die eine allergische Reaktion auslösen. Deshalb
    steht im Artikel die Empfehlung, dass Weizenallergiker auch keinen
    Dinkel essen sollten.

    In Ihrem Fall ist es offenbar nicht nötig, auf Dinkel zu
    verzichten. Das ist erfreulich!

    Mit freundlichen Grüssen,
    Christian Egg
  • Klarheit | 20.11.2010, 12:06

    Dinkel ist kaum gesünder als Weizen

    Der Inhalt des Artikels von Herr Egg und der Ernährungsexpertin
    Carine Buhmann (worauf beruht wohl ihre Expertise?) löst bei mir
    nur Kopfschütteln und Unverständnis, teilweise gar blankes
    Entsetzen aus sowie die Frage: „Wie kann ein Journalist und eine
    sogenannte Ernährungsexpertin eine solche Unwissenheit und
    Oberflächlichkeit in Umlauf setzen?“

    Aufgrund von jahrzehntelangen Verdauungsbeschwerden, welche bis anhin
    von keinem (!) Arzt richtig diagnostiziert werden konnten, ist bei mir
    durch einen Arzt (Dr. med. der Inneren Medizin in der Aeskulap-Klinik)
    über eigens dafür spezialisierte Labortests eine hochgradige
    Weizenallergie festgestellt worden (keine Zöliakie, denn das ist
    nochmals eine andere Ursache). Das war vor ein paar Jahren. Seit
    diesem Zeitpunkt verwende ich nur noch Produkte ohne jeglichen
    Weizenanteil, also Produkte, die Dinkel, Roggen, Gerste, Hafer,
    Quinoa, Amaranth, Hirse, Mais, Buchweizen, Reis usw. enthalten.

    Seit diesem Zeitpunkt geht es mir und meiner Verdauung wieder sehr
    gut. Es ist wie ein Leben vor diesem Wissen um eine Weizenallergie und
    ein Leben danach.

    Dieser Artikel von Herr Egg und die Aussagen von der
    Ernährungsexpertin Carine Buhmann ist voll von Unwissenheit und
    Halb-Wahrheiten. Es ist geradezu gefährlich, solche Unwissenheit
    in Umlauf zu setzen, und es wird nicht einmal fachlich und klar
    aufgeklärt, was denn eine Weizenallergie ist und was
    Zöliakie ist. Logisch kann ein Zöliakie-Patient keinen
    Dinkel oder andere Getreide essen, weil es um das Kleber-Eiweiss geht.
    Aber ein Weizenallergiker kann keinen Weizen und auch keinen
    Vollkorn-Weizen essen – er kann nur Getreide essen, die nichts mit
    Weizen zu tun haben. Es geht ja darum, ärztlich exakt
    abzuklären, ob jemand eine Weizenallergie oder Zöliakie
    hat.

    Aber es ist nicht an mir, die Verfasser dieses Artikels darüber
    aufzuklären, das heisst ihre Arbeit und Hausaufgaben, die sie
    offensichtlich geschwänzt haben, zu erledigen. Im übrigen
    bin ich von unzähligen Leuten aus meinem Freundes- und
    Bekanntenkreis auf diesen Artikel und die darin enthaltenen
    Platitüden sowie Unwahrheiten aufmerksam gemacht worden (spricht
    ja nicht gerade für diese Zeitschrift „Gesundheitstipp“). Um es
    gelinde auszudrücken: Ich finde den Inhalt schlicht
    gefährlich, wenn nicht ein Verbrechen! Ich werde diesen Artikel
    auch dem mir bekannten Arzt weitergeben.

    Mit diesem Artikel tragen die Verfasser weiter zu der bereits
    bestehenden Verwirrung und Unwissenheit bei. Oft werde ich in einem
    Restaurant gefragt, ob man mir glutenfreies Brot (basierend auf
    Weizenmehl) bringen dürfen. Ist das denn Ihrer Ansicht nach die
    Alternative? Auch die Restaurationsausbildungen vermitteln ein solches
    unaufgeklärtes und verwirrendes Wissen, und solcherart
    ausgebildete Restaurationsangestellte werden dann auf die Gäste
    losgelassen. Unglaublich!

    Es wäre höchste Zeit, eine fachliche Berichtung und
    fachliche Aufklärung darüber, was wirklich Sache ist, diesem
    Artikel nachzuschicken. Es ist nicht nur die Pflicht der
    Artikelschreiber, sondern ein MUSS! Aber dazu braucht es
    Ernährungsexperten, besser: Fachärzte beispielsweise aus der
    Aeskulap-Klinik, die nicht einer Weizen- oder Chemie-Lobby nach dem
    Mund reden und das Bild respektive die Unwissenheit weiter
    zementieren, wie sie es brauchen, denn hier geht es um Menschen und
    deren Gesundheit, und nicht um Rechthaberei, Macht und Geld.

    Freundliche Grüsse,
Urheberrechte
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