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Eigentlich ist es unsäglich, dass die Post ihre Filialen mit Gestellen voller Bücher und Handy-Vitrinen verbarrikadiert. Als ich aber kürzlich vor dem Schalter wartete, überkam mich die Kauflust und ich griff nach einem USB-Stick. Zum Zahlen zückte ich die Maestro-Karte, doch die Schalterdame schüttelte den Kopf.
Die Post akzeptiert nur Bargeld und Postcard – weder Maestro- noch Kreditkarte. Die Rechtfertigung: Der Kunde soll die Post und die Postfinance als Einheit wahrnehmen. Da ich zu wenig Bares dabeihatte und keine Postcard besitze, legte ich den Stick zurück.
Draussen packte mich die Wut. Überall kann man mit der Maestro-Karte zahlen, nur die Post fährt einen Sonderzug. Sie bietet immer mehr postfremde Waren an, beharrt aber auf der Exklusivität der eigenen Zahlungsmittel. Wie inkonsequent!
25. Oktober 2010 | Thomas Lattmann, Redaktion saldo
