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Jeder kann seine Ökobilanz verbessern. saldo zeigt, wie sich das Handeln im Tagesablauf auf die Umwelt auswirkt.
Wenn alle Menschen wie die Europäer lebten, wären drei Planeten nötig. Denn so viele Ressourcen verschlingen die konsumierten Güter und der Aufwand, um deren Abfall zu beseitigen. Dazu tragen Gewohnheiten des Einzelnen bei, die der Umwelt mehr oder weniger zu schaffen machen.
Die welsche Konsumentenzeitschrift «Bon à Savoir» liess mit dem Westschweizer Radio RSR ausrechnen, wie ein Tag im Leben eines Schweizers umweltmässig zu Buch schlägt. Das auf Ökobilanzen spezialisierte Unternehmen Quantis in Lausanne bewertete jede einzelne Alltagshandlung.
Das Institut verglich zwei Szenarien: Ein sparsames und ein verschwenderisches. Die Ergebnisse fasste Quantis in Punkten zusammen – je schlechter für die Umwelt, desto mehr Punkte. Die Punktezahl hängt von den Beispielen ab.
Denn die Tagesabläufe variieren, man kauft ja nicht täglich Blumen oder fährt mit dem Auto nach Genf. Der Tag eines Schweizers kostet in der Untersuchung 1541 Punkte für Sparsame und 4000 Punkte für Verschwender.
Das europäische Mittel liegt etwa bei 1000 Punkten – tiefer als in der Schweiz, weil hier der Lebensstandard vergleichsweise hoch ist. Das überfordert den Planeten Erde auf die Dauer. Um eine nachhaltige Zukunft zu sichern, sollte man 400 Punkte nicht überschreiten. Das würde beim heutigen Stand der Technologie viel bescheidenere Lebensgewohnheiten voraussetzen.
Am meisten Punkte lassen sich sparen, wenn man richtig plant: Eine grosse Rolle spielt etwa die Wahl des Wohnorts, eine energiesparende Gebäudekonstruktion, die Wahl des Autos oder die Nähe zu Einkaufsgelegenheiten.
11. Oktober 2010 | Yves-Alain Cornu
