|
(1) |
Sie ist hässlich und ein Stromfresser: die Set-Top-Box der Cablecom. Auf Druck von Politik und Konsumenten bietet der Kabelriese seit Juni eine Alternative. Mit der neuen Digicard für 99 Franken kann man digitales Fernsehen direkt mit dem TV-Gerät empfangen – ohne lästige Box. Möglich ist das nur mit Fernsehern der neusten Generation, die mit der CI+-Schnittstelle ausgerüstet sind.
Einen solchen Hightech-Fernseher habe ich kürzlich gekauft. Voller Vorfreude guckte ich auf der Cablecom-Website nach, wie ich mir eine Digicard besorge und die Box entsorge. Aber welch ein Ärger: Das Digital-TV-Angebot wurde komplett umgekrempelt.
Für mein jetziges Abo mit Box zahle ich 6 Franken pro Monat für 115 TV-Programme. Bei einem Wechsel auf Digicard müsste ich künftig für etwa dieselbe Senderzahl 15 Franken monatlich entrichten – zweieinhalb Mal so viel.
Da bleibe ich lieber zähneknirschend bei meinem bisherigen Abo und verwünsche weiterhin die hässliche und stromfressende Set-Top-Box. Das ist immer noch besser, als die Cablecom für ihre Kundenunfreundlichkeit mit mehr Geld zu belohnen. Die Digicard ist für mich nur eine Schein-Alternative.
13. September 2010 | Thomas Lattmann, Redaktion saldo
Kommentare (1) |
|
