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Carolin Tauers Baby hat eine Pilzkrankheit im Mund. Alle Medikamente dagegen enthalten aber künstliche Süssstoffe. Für die junge Mutter ist das unverständlich.
Das Baby von Carolin Tauer ist gerade mal 14 Wochen alt. Der Junge hat Soor, eine Pilzkrankheit im Mund. Doch in der Apotheke erlebte Carolin Tauer eine üble Überraschung: Medikamente dagegen gibts nur mit künstlichen Süssstoffen und Aromen. Carolin Tauer: «Wozu braucht ein Säugling, der bisher nur Muttermilch bekam, solche fragwürdigen und überflüssigen Substanzen?»
Ärzte verschreiben bei Mundsoor meist Daktarin-Gel oder Ampho-Moronal. Beide enthalten den Süssstoff Saccharin. Er kann Allergien auslösen. In Lebensmitteln für Babys und Kleinkinder sind Süssstoffe nicht erlaubt. Doch ausgerechnet wenn das Baby krank ist, haben Eltern keine Alternative.
Neben dem Süss- auch noch Farbstoff
Ampho-Moronal ist zudem mit dem umstrittenen Azofarbstoff E127 gefärbt. Bei Lebensmitteln ist dieser verboten, ausgenommen bei Cocktailkirschen. Silke Schmitt-Oggier, Kinderärztin und medizinische Beraterin des Gesundheitstipp: «Solche Farbstoffe sind in Baby-Medikamenten überflüssig und bedenklich.» Süssstoffe hält sie nur dann für sinnvoll, wenn der Wirkstoff sehr bitter sei, wie zum Beispiel Antibiotika.
Die Hersteller der beiden Medikamente sagen, dass Süssstoffe den unangenehmen Geschmack des Wirkstoffs überlagern. Der Azofarbstoff in Ampho-Moronal soll laut Firma Dermapharm die Bereitschaft des Patienten verbessern, die Therapie durchzuziehen. Der Firma seien keine Probleme mit diesen Hilfsstoffen bekannt.
Carolin Tauer hat schliesslich eine Lösung gefunden: Sie liess sich in einer Apotheke eine Paste ohne Zusätze mischen. «Mein Sohn hat sie anstandslos geschluckt.»
12. September 2010 | Sonja Marti, Redaktion Gesundheitstipp
