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Per E-Mail suchen Betrüger derzeit Testkäufer und Kuriere. Doch das Angebot ist eine Falle. Dahinter stecken Kriminelle, die Geld waschen wollen.
Die Masche ist nicht neu, nur anders verpackt: «Wir suchen zurzeit aktive Mitarbeiter, für lang- und kurzfristige Arbeit in den Bereichen Testeinkäufer und Kurier», heisst es in der aktuell kursierenden E-Mail. Für 10 bis 15 Stunden Arbeit pro Woche erhalten die «Angestellten» 1150 Euro netto. Und: «Ein Firmenfahrzeug stellen wir Ihnen auf Wunsch zur Verfügung».
Aber Achtung: Hinter solchen E-Mails stecken Kriminelle, «die Gelder aus illegalen Geschäften transferieren wollen». Das schreibt die Melde- und Analysestelle Informationssicherung (Melani) des Bundes.
Solche E-Mails gehören gelöscht. Denn: Wer sich von den Betrügern anstellen lässt, muss seine Bankverbindung angeben. «Innerhalb kurzer Zeit» erhalten die «Kuriere» laut Melani Geld überwiesen. Nach Abzug einer Provision ist der Betrag über eine Geldtransfer-Firma ins Ausland zu schicken. Da das Geld aus illegalen Geschäften stammt, riskieren die «Kuriere» eine Anklage wegen Gehilfenschaft zur Geldwäscherei.
16. Juli 2010 | Beat Camenzind, Redaktion Online