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Brot ist nicht gleich Brot. Es gibt Gupfbrot, Kornknackerbrot, Älplerbrot, Landbrot, Korn-Fit-Brot, Maisfeldbrot, Kartoffelbrot, Huus-Brot, Gourmet-Brot, Holzfällerbrot, Gesellenbrot und so weiter. Bei Coop und Migros stecken die Brotlaibe in farbigen Säcklein.
So steht bei der Migros ein gelber Beutel für helles Mehl, in einer roten Verpackung findet sich Brot aus dunklem Mehl und in grünen Säcken Brot aus dunklem oder Vollkornmehl, so die aufgedruckten Angaben. Ein Blick genügt, und ich kann ganz nach persönlichem Geschmack die Spreu vom Weizen trennen. So mein erster Eindruck.
Bei genauerem Hinsehen allerdings zeigen sich bei mir Anzeichen der Ernüchterung: Es gibt sowohl lind- als auch giftgrüne Beutel. Wo liegt nun der Unterschied? Und dann die orangen, also gelb und rot verpackten Brote: Sind die sowohl aus hellem als auch aus dunklem Mehl? Ich bin genauso schlau wie vorher.
Ähnlich gehts wohl auch anderen Kunden. Die kaufen nämlich laut Migros-Angaben zu 60 Prozent das gelb verpackte Brot – also das am wenigsten gesunde. Ob die das wissen? Die Migros zweifelt nicht daran, dass sich die Kunden bei den Brotfarben auskennen. Die seien nämlich bei der Einführung – vor zehn Jahren – darüber informiert worden. Ob sie sich noch daran erinnern?
Coop ist nicht ganz so optimistisch. Die Kunden würden sich vor allem an den Namen der Brote orientieren. Immerhin das Verkaufspersonal freut sich laut Migros über die bunten Säckchen. Sie erleichtern es ihnen nämlich, die rund 100 Brotsorten richtig einzusortieren.
07. Juni 2010 | Gertrud Rall
