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Auf dem iPad kann man Bücher lesen. Welche Titel von Apple im Angebot sind, sieht man aber erst nach dem Kauf des Gerätes.
Ab 28. Mai ist der iPad auch in der Schweiz erhältlich. Einer der Gründe, sich für den Tablett-Computer zu interessieren: Er ist auch ein Lesegerät für Bücher in elektronischer Form – für sogenannte E-Books. Die Herstellerfirma Apple hat denn auch eigens für den iPad einen virtuellen Buchladen geschaffen – den iBook-store. In ihm kann man stöbern, Leseproben durchsehen und Bücher kaufen und herunterladen.
Das Dumme ist nur: In den Buchladen kommt man nur hinein, wenn man einen iPad hat. Wie teuer sind die Bücher? Gibt es genügend Titel, die mich interessieren? Das sind Fragen, auf die man ohne iPad keine Antwort erhält. Apple will offenbar, dass man die Katze im Sack kauft. Auch mit anderen Geräten von Apple, zum Beispiel mit einem iMac oder iPhone, gibt es keinen Zugang zum iBookstore.
Amazon: Buchangebot lässt sich jederzeit im Internet abrufen
Dass es auch anders geht, beweist Amazon mit seinem Lesegerät namens Kindle. Man muss das Gerät nicht kaufen, um zu sehen, welche Kindle-Bücher überhaupt erhältlich sind. Jedermann kann jederzeit das Kindle-Buchangebot im Internet anschauen. Apple-Schweiz-Sprecherin Andrea Brack kann nicht sagen, warum das beim iPad nicht möglich ist. Sie weiss auch noch nicht, wie viele deutsche Bücher es im iBookstore geben wird.
Mit dem iPad kann man zwar auch Bücher lesen, die nicht aus dem iBookstore stammen. Das Angebot in deutscher Sprache ist aber lückenhaft. Zudem kann der iPad nur Bücher im sogenannten Epub-Format wiedergeben. Umso mehr sollte man wissen, was im iBookstore zu finden ist. Und dies, bevor man den iPad kauft. Vielleicht möchte man dann ja mit dem Kauf zuwarten, bis das Buchangebot besser wird.
24. Mai 2010 | Silvio Bertolami, Redaktor K-Tipp/K-Geld
