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Wandmuster als Alternative zu Tapeten oder weiss gestrichenen Wänden: Dafür eignen sich Tattoos, Schablonen oder Stempel – je nach Zeitbudget und eigenem Können.
Sind Sie es leid, zu Hause die immergleichen, einfarbigen Wände anzuschauen? Dann brauchen Sie nicht gleich alle Zimmer neu zu streichen oder zu tapezieren. Einfacher – und auch preisgünstiger – ist es, die bestehende Wand oder Tapete mit Mustern aufzupeppen. Dafür gibt es gleich drei Möglichkeiten – je nachdem wie viel Zeit man zur Verfügung hat und wie viel man selber machen möchte.
Die Voraussetzungen sind stets die gleichen: Geeignet sind qualitativ gute Tapeten (Vorsicht bei Tattoos auf Papiertapeten!) und Wände mit feinem Abrieb bis maximal einen Millimeter Körnung. Der Grund: Bei stärkerem Abrieb könnten sich beim Schablonieren oder Stempeln Körnchen aus der Wand lösen, was das Motiv beeinträchtigen würde. Bei den Tattoos kann Luft unter das Motiv gelangen, sodass es sich nach drei bis vier Monaten ablöst.
Wandtattoos: «Der Trend schlechthin»
Glaubt man den Verkäufern in den Fachgeschäften, dann sind sie «der Trend schlechthin» und in den meisten Möbelhäusern, Baumärkten und im Internet erhältlich. Bei den Wandtattoos handelt es sich nicht etwa um Tätowierungen im üblichen Sinn, sondern um Kleber für die Wand oder Tapete.
Meist ist das Motiv auf eine Selbstklebefolie aufgedruckt. Daher sind die Tattoos auch unter dem Namen «Wandsticker» bekannt. Man kennt sie seit etwa fünf Jahren, seither haben sie ihren Siegeszug in unzählige Wohnungen angetreten.
Das Angebot an Motiven ist riesig: So gibt es Wiesen-Bordüren, Kochrezepte, Sinnessprüche, Musiknoten, Blumen, Märchensujets oder Ornamente (sie kommen den echten Tätowierungen am nächsten). Toll sind auch Sticker, auf die man wie auf eine Tafel schreiben kann. So kann man seinen Liebsten eine Nachricht hinterlassen oder jeweils ein aktuelles Motto daraufschreiben.
Schablonen: Die edle Variante des Tattoos
Sie sind sozusagen der Vorgänger der Wandtattoos. Bereits im Mittelalter wurden Wände mit Schablonen verziert. Damals wurden die Schablonen allerdings noch aufwendig von Hand hergestellt, was man sich heute sparen kann. Es gibt in Bau- und Hobbymärkten oder auch im Internet fertige Schablonen in verschiedensten Varianten zu kaufen (siehe unten).
Die Vielfalt an Motiven ist ähnlich gross wie bei den Tattoos: Es gibt kaum etwas, was es nicht gibt – von historischen Bordüren über Menschen in Lebensgrösse bis zu Manga-Comic-Figuren. Interessante Effekte erzielt man, indem man Metallic-, Perlmutt-, Glitter- oder fluoreszierende Farben verwendet. Das fertige Motiv kann man zusätzlich mit einem hochglänzenden Acryllack übermalen.
Stempel: Individuelle Gestaltung
Eine weitere, in der Schweiz allerdings noch wenig verbreitete Variante zur Verschönerung von Wänden ist das Stempeln. Es gibt fertige Stempel mit Motiven wie Sternen oder Blättern im Baumarkt zu kaufen.
Man kann sie aber auch selber machen: Dazu Motiv auf Papier vorzeichnen und dann auf Moosgummi aus dem Bastelladen übertragen. Das Motiv ausschneiden und auf einen Griff (zum Beispiel aus Spanplatte) kleben. Soll ein Mosaik gestempelt werden, reicht ein einfacher Haushaltsschwamm: Dieser wird mit einem scharfen Messer in quadratische Stücke geschnitten.
Wer alle Quadrate in der gleichen Farbe stempeln will, kann mehrere Schwammstückchen auf eine Spanplatte oder auf stabilen Karton kleben. Dadurch geht das Stempeln schneller. Als Farbe eignet sich Schablonierfarbe oder als günstigere Lösung auch Voll- und Abtönfarbe. Sie sollte bei einem Stempel aus Moosgummi mit einem Roller aufgetragen werden.
Schwammstückchen werden direkt in die Farbe getaucht und vor dem Stempeln auf einem Stück Zeitung leicht ausgedrückt. Der Grund: Durch zu viel Farbe auf dem Stempel verschmieren die Umrisse. Auch bei gestempelten Motiven lässt sich die Wirkung durch spezielle Farben wie Metallic, Perlmutt etc. steigern.
Richtig schablonieren: so geht’s
Nur wer über das richtige Material verfügt, erzielt beim Schablonieren ein gutes Ergebnis:
Anleitung in 5 Schritten:
Tipp: Schablonier-Neulinge sollten die Technik erst einmal auf einem Stück Karton ausprobieren. So kann man auch testen, ob Farbe und Motiv wirklich gefallen.
24. Mai 2010 | Sabine Knosala, Haus+Garten
