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In den Wechseljahren ist bei vielen Frauen die Scheide trocken. Ärzte verschreiben dagegen häufig hormonhaltige Mittel. Doch einfache Cremes oder Öle helfen oft genauso gut.
Viele Frauen kennen das Problem: In den Wechseljahren wird die Haut nicht nur am Körper trocken, sondern auch im Bereich der Scheide. Ärzte verschreiben den Frauen deshalb häufig Zäpfchen und Salben, die Östrogene – also weibliche Hormone – enthalten.
Doch das ist oft nicht nötig, sagen jetzt Expertinnen. Die Solothurner Frauenärztin Regina Widmer rät stattdessen den Frauen, den Intimbereich mit pflanzlichen Mitteln zu pflegen.Widmer: «Pflanzliche Cremes und Öle eignen sich dafür hervorragend.»
Pflanzliche Mittel reichen meist aus
Laut Regina Widmer wüssten viele Frauen nicht, dass öl- und fetthaltige Salben in die Scheide gelangen dürfen – doch das sei kein Problem. «Für die Pflege eignen sich edle Produkte wie etwa ein gutes Rosenöl. Aber auch ein einfaches Oliven- oder Weizenkeimöl kann man nehmen oder eine gute Creme.»
Die tägliche Feuchtigkeitspflege der Scheide hat für die Frauenärztin nur Vorteile: Das Anwenden ist einfach und die pflanzlichen Produkte sind gut verträglich. Widmer: «Frauen können damit nichts falsch machen. Und in den meisten Fällen reicht diese Pflege vollkommen aus.»
Hormone sind bei dünner Haut sinnvoll
Salben und Zäpfchen mit Hormonen sind für die Ärztin nur dann sinnvoll, wenn eine Frau im Alter eine sehr dünne Haut im Intimbe-reich hat: Durch die Hor-mone wird die Haut dicker. «Eine Kombination von chemischen und pflanzlichen Mitteln kann dann angebracht sein.»
Beim Sex ersetzt ein fein duftendes Rosenöl ein herkömmliches Gleit-Gel. Aufpassen muss man nur, wenn man mit Kondomen verhütet: Denn das Öl macht diese durchlässig – auch für Aids-Viren.
09. Mai 2010 | Gabriela Braun, Redaktion Gesundheitstipp
