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Antidepressiva wie Cipralex oder Citalopram können das Sexleben nachhaltig stören. Darüber berichtete der Gesundheistipp im Februar. Daraufhin stellten Leserinnen und Leser ihre Fragen am Telefon. Hier die wichtigsten Antworten der Schweizerischen Medikamenten-Informationsstelle SMI:
Frisch verliebt: Citalopram absetzen?
Ich leide unter einer starken Depression, die ich dank Citalopram im Griff habe. Nun bin ich frisch verliebt. Soll ich das Medikament absetzen?
Nein. Nur bei einem kleinen Teil der Patienten stört das Medikament die Sexualität. Ob dies bei Ihnen der Fall ist, lässt sich im Voraus nicht sagen. Falls Sie dann tatsächlich Potenzprobleme haben, ist es immer noch früh genug, sich Gedanken über Alternativen zu machen.
Keine Erektion – was tun?
Dank des Artikels im Gesundheitstipp weiss ich jetzt, dass das Antidepressivum schuld ist an meinen Erektionsproblemen. Doch was kann ich jetzt tun?
Wenn die Depression abgeklungen ist, können Sie eventuell das Medikament schrittweise absetzen. Dies sollten Sie aber nur in Absprache mit Ihrem Arzt tun. Eine andere Möglichkeit ist, dass Ihr Arzt Ihnen ein anderes Medikament verschreibt, das die Potenz weniger stört.
Ein Risiko für das Baby?
Gegen Depressionen nehme ich Zoloft. Nun ist meine Frau schwanger geworden. Kann das Kind von dem Medikament geschädigt sein?
Nein. Antidepressiva können sich zwar auf das Sexualleben auswirken. Sie schädigen aber die Spermien nicht und stellen deshalb für Ihr Kind kein Risiko dar.
14. März 2010
