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Artikel | saldo 05/2010

Nicht jeder Schoppen ist bekömmlich

Eine in Plastik enthaltene Substanz soll das Erbgut schädigen und das Risiko für diverse Krankheiten erhöhen. Das zeigen neue Studien.

Die Substanz Bisphenol A steht seit längerem im Verdacht, Gesundheitsschäden zu verursachen. Aufgrund neuer Studien haben kürzlich auch die USA eine mögliche Gefährdung eingeräumt. Zuvor hatte bereits die kanadische Gesundheitsbehörde empfohlen, den Verkauf von Schoppenflaschen mit Bisphenol A zu verbieten. Der Stoff soll das Erbgut schädigen und die Fruchtbarkeit beeinflussen. Deutsche Forscher vermuten ausserdem ein erhöhtes Risiko für Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Bisphenol A ist in Kunststoffen mit Polycarbonat enthalten, zum Beispiel in Flaschen, Folien und Behältern für Lebensmittel. Die hormonähnliche Substanz wird durch die Nahrung aufgenommen. In den US-Studien wies man Bisphenol A im Körper von 90 Prozent der Teilnehmer an einem wissenschaftlichen Versuch nach. Wer sichergehen will, sollte auf Kunststoffprodukte mit Polycarbonat verzichten. Ob diese Substanz enthalten ist, verrät der Recycling-Code auf dem Produkt. Die Ziffer 7 im Triangelsymbol zeigt an, dass Polycarbonat enthalten sein kann. Auch die Buchstaben PC neben dem Triangelsymbol deuten darauf hin, dass das Produkt aus Polycarbonat besteht.

13. März 2010 | Marc Mair-Noack, Redaktion saldo


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