SternSternSternStern (0)Kommentare lesen  Tags  Drucken  Beitrag weiterempfehlen

Artikel | saldo 04/2010

Krebs wegen UV-Lampe

Frauen mit heller Haut sollten auf künstliche Gelnägel verzichten. Grund: Die Nägel werden mit UV-Licht gehärtet, was Hautkrebs auslösen kann.

Viele Frauen lassen sich ihre Nägel verlängern. Besonders beliebt sind Gelnägel: Dabei streicht die Nagelstylistin ein Kunststoffgel auf die Nägel. Um die Substanz zu härten, muss die Kundin ihre Hand unter eine Lampe mit Ultraviolett-Licht (UV) halten. Jetzt wird bekannt: Diese Lampen können Hautkrebs auslösen.

In der Zeitschrift «Archives of Dermatology» berichtet eine amerikanische Ärztin von zwei Frauen, die an den Händen an Hautkrebs erkrankten. Die Frauen hatten sich regelmässig Gelnägel machen lassen – die eine während 15 Jahren, die andere nur ein Jahr lang. Die Ärztin schliesst daraus: «UV-Nagellampen sind offenbar ein Risikofaktor für Hautkrebs.»

Fachleute in der Schweiz stimmen dieser Aussage zu. Als Hauptursache für Hautkrebs gilt die Sonne. Günther Hofbauer, Leitender Arzt für Dermatologie am Zürcher Unispital, mahnt: «Jeder Lichtschaden, ob durch Sonne, Solarium oder UV-Nagellampen, summiert sich auf der Haut wie auf einem Kilometerzähler.» Die Folgen: Die Haut altert schneller, das Krebsrisiko steigt.


Berufsverband sieht keinen Handlungsbedarf

Silke Schmitt, Ärztin aus Zürich, rät deshalb: «Frauen mit sehr heller Haut und vielen Sommersprossen sollten von UV-Nagellampen die Finger lassen.» Andere Frauen sollten ihre Hände mit Anti-UV-Handschuhen schützen. Aus diesen ragen nur die Spitzen der Finger heraus.

Der Berufsverband Swiss Nail Design will jedoch seinen Mitgliedern solche Handschuhe nicht empfehlen. Er schreibt saldo: «Bei guten Lampen entspricht die UV-Strahlenmenge einem kurzen Aufenthalt draussen an einem schönen Tag.» Dem Verband sei «bis heute kein Fall gemeldet worden, bei dem UV-Lampen im Nagelstudio zu Hautkrebs geführt hätten.»

27. Februar 2010 | Christian Egg, Redaktor


Beitrag als PDF
Krebs wegen UV-Lampe
Download PDF 36 KB
SternSternSternStern Artikel bewerten Stichwort hinzufügen
Artikel weiterempfehlen Artikel drucken

Kommentare (0)

 
Lebensmittel
Coop-Kunden sollen nicht mehr erfahren, aus welchem Land Importprodukte kommen. «Hergestellt in der EU» genüge. Was halten Sie davon?
Das Herkunftsland muss weiterhin deklariert werden.
Nur das Herkunftsland reicht nicht. Es sollte noch viel detaillierter deklariert werden.
Kein Problem. Ich achte sowieso nicht drauf.
Alle Umfragen

Alle Testsieger im Handy
Alle Testsieger im Handy
Hunderte von Tests in der Hosen­tasche: Die neue App «Testsieger» machts möglich. (beide Apps haben den gleichen Inhalt)
Verwandte Artikel
Mythos vom gesunden Glas Wein wankt Medi-News Augenkosmetik: Schadstoffe inklusive
Testsieger
Testsieger
Die besten Produkte aus unseren Tests auf einen Blick.
Aktuelle Beratungstexte
Darf mein Chef alle Spinde öffnen? Hafte ich nach dem Auszug? Werden auch Einkäufe in die Pensionskasse geteilt? Alle Beratungs-Artikel
Aktuelle Tests
Warmluft-Stylingbürsten Fleckenmittel ­Bad­reiniger Alle Test-Artikel
Aktuelle Diskussionen
09.02.2012, 21:06 | 6 AntwortenHilcom Computer Onlinehandel--) andere Geschädigte gesucht!!! 09.02.2012, 16:31 | 11 AntwortenSVAG Schweizer Vermögensberatung seriös? 09.02.2012, 15:52 | 182 AntwortenUnglaublich: Die Business Academy heisst neu auch Eternicom! 09.02.2012, 14:46 | 6 AntwortenFirma liefert/reagiert nicht. Was tun?
Aktueller Ratgeber
Aktueller Ratgeber
Gesund und aktiv bleiben, das Leben im Ruhestand geniessen. (1. Auflage 2011)
Benutzer-Favoriten