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Wer die Rechnung der Autoversicherung erhält, sollte sich nach Alternativen umsehen. Sonst zahlt man oft zu viel.
Gemäss der ersten Rechnung hätte Susanne Rotzer (Name geändert) 1672 Franken zahlen sollen. Diese Jahresprämie für die Autoversicherung forderte der TCS im Herbst 2009 von seiner Kundin Eineinhalb Monate später kam eine neue Rechnung für das Jahr 2010. Sie lag um 20 Prozent tiefer, bei 1335 Franken. Der Versicherungsschutz war jetzt sogar noch besser: Nun hat die 26-jährige Frau aus Nidwalden auch noch den Bonusschutz dabei, der nach einem Unfall eine Rückstufung auf der Bonusskala verhindert.
Zu verdanken hat sie das ihrem Vater. Als die erste Rechnung kam, liess er sich auf dem Internet-Portal von Auto-TCS eine Offerte für seine Tochter erstellen. Er kam auf 1335 Franken. Weil auch seine Frau bei Auto-TCS versichert ist, befragte er das System auch für sie. Re-sultat für seine Frau: Statt der bisherigen 1198 Franken kostet ihre Versicherung jetzt nur noch 1069 Franken.
«Unfair gegenüber langjährigen Kunden»
Eine solche Prämiendifferenz sei «unfair gegenüber langjährigen Kunden», schrieb Rotzer dem TCS. Zuerst war mehrere Wochen lang Funkstille. Nachdem sich auch der K-Tipp eingeschaltet hatte, schickte Auto-TCS die neuen Rechnungen mit den tieferen Prämien. Das Beispiel zeigt: Gerade die Autoversicherer führen immer wieder neue Tarife ein, um Neukunden anzulocken. Bestehende Kunden haben das Nachsehen: Wenn sie sich nicht wehren, läuft ihre Police nach dem alten – oft teureren – Tarif weiter.
Auto-TCS-Direktor André Barrelet bestreitet das nicht. In seinem E-Mail an Rotzer heisst es: «Auto-TCS führt jedes Jahr mindestens einen neuen Tarif ein. Dies geschieht in der Regel per Mitte August. Eine automatische Anpassung auf den aktuellen Tarif erfolgt weder bei Auto-TCS noch bei einer anderen Versicherungsgesellschaft.» Für Rotzer ist die Folgerung klar: «Wer die Rechnung einfach zahlt, ist blöd.»
Angebote regelmässig im Internet checken
Beachten Sie deshalb bei der Autoversicherung folgende Tipps:
06. Februar 2010 | Ernst Meierhofer, Redaktion K-Tipp
