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Von 2004 bis 2008 ist der SBB-Gewinn im Personenverkehr von 152 auf 277 Millionen Franken gestiegen. Auch 2009 wird er den SBB einen fetten Gewinn bringen. Und wie reagieren die SBB-Chefs darauf? Sie wollen die Billettpreise per Dezember im Schnitt um 6,4 Prozent erhöhen. Sie begründen das mit dem stetigen Ausbau von Angebot und Service.
Hä? Ausbau? Davon habe ich als Pendler noch nichts bemerkt. Die Züge quellen von Jahr zu Jahr noch mehr über. Die Reaktion darauf: In einzelnen der betagten Wagen wurden die Sitzbänke aus den Vorräumen entfernt, um mehr Stehplätze zu schaffen. Etwa zwei Mal pro Jahr sehe ich Personal in den Zügen – wenn Kontrolleure ausnahmsweise versuchen, sich durch die dichtgedrängten Fahrgäste zu kämpfen. Ein Ärgernis sind auch die häufigen Verspätungen und die mangelhafte Information darüber.
Für mich steht fest: Eine Preiserhöhung lässt sich erst rechtfertigen, wenn die SBB eine bessere Leistung bieten. Sprich genügend Rollmaterial, weniger Störungen und mehr Personal.
31. Januar 2010 | Thomas Lattmann, Redaktion saldo
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