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Tolle Badeferien in Kroatien verspricht das Reiseunternehmen Sunshine Touristik. Eine Schweizer Reisegruppe erlebte das pure Gegenteil. Eine Betroffene berichtet.
Margrith Stöckli aus Alt St. Johann SG ist empört: «Nie wieder! Nie mehr Sunshine Touristik!», sagt sie. Zusammen mit ihrem Mann und 46 weiteren Schweizern verbrachte sie letzten Herbst Badeferien in Kroatien. Stöckli: «Es war eine Frechheit, was uns dort zugemutet wurde!» Sie und 30 Mitreisende haben bei der Wallisel-ler Firma reklamiert. Der K-Tipp weiss: Sunshine Touristik gibt immer wieder Anlass zu Klagen.
Bei Margrith Stöckli war der Auslöser ein Tombolalos: Sie hatte bei einem Unterhaltungsabend einen Feriengutschein von Sunshine Touristik gewonnen – für Badeferien an der Riviera von Opatija (Kroatien). Wert: 1199 Franken. Und als Zückerchen reise eine Begleitperson gratis.
Nichts war so wie angekündigt
Nach der Anmeldung für die Badeferien hiess es plötzlich, das Feriendomizil sei nun nicht mehr an der edlen Riviera, sondern an einem unbekannten Ort auf der Insel Krk, erinnert sich die Ostschweizerin. Sie intervenierte bei Sunshine Touristik: «Dort meinte man nur, das sei das Gleiche.» Andere Teilnehmer wurden ohne Rücksprache auf ein anderes Datum umgebucht. Wer nicht teilnehmen könne, verliere das eingezahlte Geld, drohte das Reisebüro.
Mit einem Car der Firma Kyburg Reisen aus Effretikon ZH ging es Anfang Oktober von Zürich Richtung Krk. Dort zeigte sich: Viele der in den Rei-seunterlagen aufgeführten Versprechen wurden nicht eingehalten:
30 Personen haben sich bei Sunshine Touristik schriftlich beschwert. Eine Antwort erhielten sie bis heute nicht. Auch die Intervention mit eingeschriebenen Briefen des K-Tipp nützte nichts. Sunshine Touristik und Kyburg Reisen blieben stumm.
Versandhauskunden: Aktuell lockt die Türkei
Das Deutsche Versandhaus Heine bietet Schweizer Kunden seit Anfang Jahr zwar eine günstige oder sogar kostenlose Ferienwoche in der Türkei an. Nur: Dazu gehören Ausflüge mit Besuchen in einem «Teppichknüpfinstitut», einer «Schmuckmanufaktur» oder einer «Leder-Modenschau». Bekanntlich handelt es sich dabei oft um Verkaufsveranstaltungen für überteuerte Ware.
Heine schreibt dazu: «Im Gegensatz zu Händler- oder Manufakturbesuchen, die Kunden individuell machen, können wir bei unseren Gruppenbesuchen Bedrängen (durch Verkäufer; Anm. der Red.) ausschliessen.» Trotzdem fügt Heine an, dass die Kunden «auf dieser Reise ein zweiwöchiges Rückgaberecht auf alle gekauften Artikel haben».
24. Januar 2010 | Darko Cetojevic, Daniel Jaggi
