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Pfusch von Handwerkern sorgt immer wieder für Ärger. Doch manchmal sind auch die Auftraggeber nicht ganz unschuldig, wenn es nicht rund läuft. Wer richtig plant, kann sich unnötigen Ärger meist ersparen.
Ein schönes und gepflegtes Zuhause steht für die allermeisten Menschen zuoberst auf der Prioritätenliste. Dies hat der «Handwerker-Monitor 2009», eine repräsentative Befragung von über 1000 Konsumenten in der Deutschschweiz, ergeben. Aber: Ein schönes Daheim braucht auch Pflege und Unterhalt, und so muss ab und zu der Handwerker Hand anlegen. Den finden aber rund drei Viertel der Befragten teilweise zu teuer. Trotzdem: Zwei Drittel der Befragten setzen weiterhin auf Profis, wenn es um Reparaturen und Renovierungen aller Art geht.
Zuverlässigkeit und Qualität der Handwerker abklären
Doch wie findet man einen guten Bodenleger, Elektriker, Maler oder Sanitärinstallateur? Am besten, man hört sich bei Nachbarn oder Bekannten um. Wenn diese mit ihrem Handwerker zufrieden sind, empfehlen sie ihn gerne weiter. Auch das Internet kann dazu beitragen, den richtigen Fachmann oder die richtige Fachfrau zu finden. Auf www.renovero.ch kann man Offerten von möglichen Auftragnehmern einholen und dank eines Bewertungssystems die Qualität und Zuverlässigkeit der Anbieter in die Offertvergabe einbeziehen. Umgekehrt sehen die Offertsteller, wie die Auftraggeber in der Vergangenheit beurteilt wurden. Die Skala reicht von «gut» über «neutral» bis «schlecht» (siehe auch Haus & Garten 4/08).
Ein gutes Ergebnis ist aber nicht nur abhängig von der Professionalität des Handwerkers, sondern auch vom Verhalten des Auftraggebers. Dieser sollte sich an folgende Punkte halten:
Kostenvorschlag spart Ärger
Ein Kostenvoranschlag sollte detaillierte Angaben über Preis, Art, Zeitpunkt und Umfang der Leistung enthalten, allenfalls auch Garantiedauer sowie den Zahlungsmodus. Oft vergessen gehen Wegkosten sowie allfällige Entsorgungskosten. Verlangen Sie eine detaillierte schriftliche Offerte. Solche Offerten sind verbindlich. Dann muss man auch dann nicht mehr zahlen, wenn der Handwerker seinen Aufwand unterschätzt hat. Kommt es zu unvorhergesehenen Zusatzarbeiten, muss der Handwerker immer darauf hinweisen und das Einverständnis des Auftraggebers einholen.
Bei Offerten nach Aufwand gibt es keine Preislimite, denn die Leistungen werden nach Zeitaufwand verrechnet. Um keine bösen Überraschungen zu erleben, sollte man ein Kostendach festlegen sowie die Arbeitsrapporte genau anschauen, bevor man sie unterschreibt. Auf diesen wird festgehalten, wie viel Aufwand der Handwerker für seine Arbeit benötigt hat. Kostenvoranschläge sind gratis, sofern nichts anderes vereinbart worden ist. 3 Prozent Rabatt und 2 Prozent Skonto bei Zahlung innert zehn Tagen sind üblich.
Weitere Informationen: Viele weitere Infos rund ums Wohnen finden Sie im «K-Tipp»-Ratgeber «Die eigenen vier Wände» (172 Seiten, 5. Auflage). Hier bestellen
22. November 2009 | Marianne Siegenthaler
