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Wer im Sommer einen PC mit Windows Vista kaufte, erhielt einen Gutschein für den Gratis-Nachbezug von Windows 7. Nur: Das Laden des neuen Betriebssystems kostet nun je nach Computer-Hersteller bis zu 60 Franken.
Windows 7 ist teuer: Das neue Betriebssystem von Microsoft kostet mindestens 310 Franken – je nach Version. Hat man auf seinem PC das ältere Windows XP oder Vista installiert, kann man für rund 190 Franken weniger teuer umsteigen. Da ein neuer Komplett-PC mit Windows 7 bereits für unter 600 Franken zu haben ist, lohnt sich die Aktualisierung (Update) kaum. Dies war bereits im Sommer bekannt, als Windows 7 angekündigt wurde. Um zu verhindern, dass die Konsumenten warten, bis neue PCs mit Windows 7 erhältlich sind, versprachen Microsoft und PC-Hersteller ein GratisUpdate. Alle ab 26. Juni verkauften Rechner mit Windows Vista wurden deshalb mit einem entsprechenden Gutschein ergänzt.
Beim Einlösen dieser Gutscheine erleben Kunden nun eine unangenehme Überraschung. Das Prozedere ist nicht nur kompliziert, sondern teils auch teuer. Wer etwa einen PC von Fujitsu hat, zahlt fürs «kostenlose Update» Fr. 37.40. Dies seien Kosten für «Auftragsbearbeitung und Medienerstellung». Für den Versand will Fujitsu weitere Fr. 22.50. Bei anderen Herstellern ist das «Gratis-Update» zwar günstiger (siehe Tabelle im pdf-Artikel), aber genauso umständlich. Der Kunde kann nicht einfach mit dem Gutschein in den Laden und eine CD mit Windows 7 holen: Er muss auf der Internetseite persönliche Daten preisgeben, Gebühren zahlen und bis zu sechs Wochen auf sein Windows 7 warten.
Hersteller gibt den Schwarzen Peter weiter
An den teils hohen Kosten will niemand schuld sein. «Microsoft erhält keine Lizenzgebühren», versichert Rolf Stirnemann von Microsoft Schweiz. Auch bei PC-Herstellerin Fujitsu heisst es, man verdiene nichts: «Die Abwicklung des Updates wird durch die Buhl Replication Service GmbH durchgeführt.» Günstiger ist der Schweizer Hersteller Littlebit bei seinen Axxiv-Computern. Beim Kauf werden Fr. 19.– fürs Update kassiert. Der Käufer bekommt automatisch einen Internetcode, den er zusammen mit vielen persönlichen Daten auf einer Internetseite eingeben muss. Erst dann erhält er die Windows-7-CD.
Gleiches gilt für Steg-Computer: Dort können Berechtigte für 20 Franken in den Filialen oder per Versand einen solchen Internetcode beziehen. Als einziger bekannter Hersteller liefert Digitec das Update kostenlos. Bei den grossen Herstellern von Acer bis Toshiba muss der Kunde das Update via Internet bestellen und bezahlen. Besonders stossend: Die Gesamtkosten erfährt er meist erst am Schluss.
Wem das alles zu kompliziert oder zu teuer ist, der hat eine relativ günsge Alternative: Ab Fr. 117.– kommt man legal zu Windows 7 Home Premium OEM. Die OEM-Pakete sind für PC-Hersteller gedacht, werden in der Schweiz aber legal durch Microspot.ch und Digitec.ch auch an Private verkauft. OEM-Pakete haben den gleichen Umfang wie Vollversionen. Sie können also auch auf einem Rechner installiert werden, auf dem kein oder ein zu altes Windows vorhanden ist. Statt Fr. 310.– zahlt man so für Windows 7 Home Premium nur gut einen Drittel. Dafür muss man allerdings auf den Installations-Support durch Microsoft verzichten.
Dass man Kunden günstiger und vor allem einfacher mit neuen Betriebssystemen versorgen kann, zeigt Apple: Wer nach dem 17. Juni einen Mac gekauft hat, kann für Fr. 13.– auf das neue Snow-Leopard updaten. Für Besitzer der rund zwei Jahre alten Vorgängerversion Leopard kostet das Upgrade Fr. 39.–.
Die wichtigsten Neuerungen bei Windows 7
Viele bezeichnen Windows 7 als «gereiftes Vista». Es geht mit Rechenleistung und Arbeitsspeicher sparsamer um und nervt den Anwender nicht ständig mit Warnmeldungen. Windows 7 hat aber auch neue Fähigkeiten.
Das fehlt bei Windows 7:
08. November 2009 | Kurt Haupt
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