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Wer Briefe nicht druckreif adressiert, muss mit Fehlleitungen rechnen.
Letzten August schickte saldo-Leserin Nonnetta T. ihrer Krankenkasse einen Brief per A-Post. Vergeblich wartete sie auf die Rückvergütung ihrer Auslagen. Nach 55 Tagen kam ihr Brief schliesslich mit dem Vermerk «Insufficient Address» (ungenügend adressiert) zurück. Nonnetta T. beschwerte sich schriftlich bei der Post, denn die Adresse des Briefes in Druckbuchstaben war einfach lesbar. Sie erhielt die Antwort, der Brief sei falsch verarbeitet worden und ins Ausland gegangen. Der Grund sei die schlecht lesbare Empfängeradresse. Generell seien handgeschriebene Briefe häufiger von Fehlleitungen betroffen. Beigelegt waren zwei Briefmarken sowie eine förmliche Entschuldigung.
Soll man also Briefe künftig besser maschinell adressieren, wenn man sicher sein will, dass sie ankommen? Dazu Postsprecher Mariano Masserini: «Egal, ob handgeschrieben oder gedruckt: Die Schrift muss in einem guten Kontrast zum Briefumschlag stehen und das Papier darf nicht reflektieren.» Im Internet weist die Post zwar darauf hin, dass Adressen formelle Vorgaben erfüllen müssen, damit «der Versand effizient und zu einem fairen Preis-Leistungs-Verhältnis abgewickelt werden kann». Davon, dass sie möglichst gedruckt sein sollte, ist nirgends die Rede.
01. November 2009 | Gertrud Rall
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