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Auch UBS-Berater haben ihren Kunden Lehman-Finanzprodukte empfohlen, die damit viel Geld verloren haben. Die UBS will von Entschädigungen nichts wissen.
Der «Fall Lehman» ist in der Schweiz vor allem ein «Fall Credit Suisse». Die Grossbank zeigte sich bei der Entschädigung der Opfer am geizigsten. Es waren zwar auch Kunden anderer Banken von der Lehman-Pleite betroffen, doch die meisten erhielten zumindest den Einstandspreis ihrer Investition zurück (saldo 15/09).
Mehrere saldo-Leser sind betroffen
Andere Banken haben Lehman-Papiere ihren Kunden gar nicht erst empfohlen. So nach eigenen Aussagen auch die UBS: «Die UBS hat keine strukturierten Lehman-Produkte an Kleinkunden für Direktinvestitionen empfohlen.» saldo-Leser berichten das Gegenteil. «Mir hat die UBS die Papiere regelrecht aufgeschwatzt», schreibt eine Leserin aus dem Kanton Waadt. Ihr Bankberater habe ihr mehrmals versichert, dass absolut kein Risiko für diese Papiere bestehe. Auch die Mitarbeiter mehrerer Zentralschweizer UBS-Filialen empfahlen ihren Kunden laut saldo-Lesern strukturierte Papiere mit der Begründung, die Anlagen seien «absout sicher».
Ein Leser aus der Region Bern sagt, die UBS-Beraterin habe ihm das Papier empfohlen: «Allein hätte ich nie einen solchen Entscheid gefällt.» «Nach dem Lehman-Crash habe ich bei der UBS interveniert, doch der UBS-interne Ombudsmann befand, aus UBS-Sicht sei alles korrekt verlaufen», sagt ein anderer Geschädigter gegenüber saldo. «Die UBS lehnt jede Schadenersatzforderung ab», betont die Waadtländer UBS-Kundin. Die UBS sagt auf Anfrage von saldo, sie könne auf Aussagen von Kunden nicht öffentlich eingehen.
19. Oktober 2009 | Petra Stöhr, Redaktion saldo
