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Wer im Geschirrspüler umweltschonende Produkte verwenden will, kann wählen: Es gibt immer mehr phosphatfreie Pulver und Tabs auf dem Markt.
Mit jedem Waschgang des Geschirrspülers geht mit dem Schmutz des Geschirrs auch eine Portion Phosphat in die Kanalisation. Dies belastet die Umwelt: Phosphate führen in Seen zu einem Algenwachstum, worauf der Sauerstoffgehalt im Wasser sinkt, was die Fische bedroht. In Textilwaschmitteln sind Phosphate in der Schweiz deshalb seit 1986 verboten – in Produkten für Geschirrspülmaschinen hingegen stecken sie jedoch nach wie vor.
Oecoplan-Tabs: Mit 17 Rappen pro Waschgang am günstigsten
Doch es gibt umweltschonende Alternativen – und zwar immer mehr, wie die jährlichen Laboranalysen der Internationalen Kommission zum Schutz des Genfersees (Cipel) zeigen. 2007 boten nur Coop, Ecover und Held Produkte ohne Phosphate an. Seither kamen Migros und Sun hinzu. Das umweltschonende Betreiben des Geschirrspülers muss nicht teuer sein: 30 Oecoplan-Tabs von Coop kosten Fr. 5.80. Das macht 19 Rappen pro Waschgang. Verhältnismässig günstig ist auch das phosphatfreie Geschirrspülpulver von Held: Bei 20 Gramm pro Waschgang kostet ein Durchgang 27 Rappen. Das Pulver steht in den Regalen von Coop und Spezialgeschäften wie Drogerien oder Apotheken. Deutlich teurer sind die in Spezialgeschäften erhältlichen Ecover-Tabs (48 Rappen pro Waschgang) und die bei Coop verkauften All-in-one-Tabs von Sun (45 Rappen).
All-in-one-Produkte gemäss Experten wenig sinnvoll
Verteuert hat sich das umweltschonende Geschirrspülen bei Migros: Die erst im Sommer 2008 auf den Markt gebrachten Tabs von Plus kosteten 18 Rappen pro Waschgang. Im September nun hat Migros auf Handymatic-Produkte umgestellt. Die Tabs enthalten gleichzeitig Regeneriersalz und Spülglanz – und kosten 36 Rappen pro Waschgang. Experten raten von solchen All-in-one-Produkten ab. Denn in vielen Teilen der Schweiz ist das Wasser zu hart dafür, weil diese Produkte zu wenig Regeneriersalz enthalten. Zudem braucht es immer zusätzlichen Glanzspüler, da das Geschirr schneller trocknet und sich kaum Trocknungsflecken bilden.
04. Oktober 2009 | Petra Stöhr, Redaktion saldo
