SternSternSternStern (3)Kommentare lesen  Tags  Drucken  Beitrag weiterempfehlen

Artikel | K-Tipp 16/2009

Das Risiko am Salatbuffet

Immer wieder sind Konsumenten mit Investment-Ideen konfrontiert, die gut klingen, aber nicht empfehlenswert sind. Der K-Tipp nennt zwei typische Beispiele.

Angenommen, Sie erhalten unverhofft einen Telefonanruf, und jemand will Ihnen Aktien verkaufen. Das Angebot sei toll, hören Sie, die neue Firma werde sehr erfolgreich sein, und Ihnen winke eine Traumrendite. Wie reagieren Sie? Richtig, bei Ihnen leuchten alle Alarmlämpchen auf.


Werben mit Renditen von über 17 Prozent

Das geschah auch bei Damian Stegmann aus Solothurn (Name geändert). Ein Telefonverkäufer wollte ihm Ende Mai Aktien einer unbekannten Firma namens Nafumi andrehen. Die Nafumi will zwei Restaurantketten eröffnen, darunter Fu Salad, wo nur Salate, hochwertige Beilagen und frisch gepresste Säfte zu günstige Preisen serviert werden. Da bestehe ein «enormes Wachstumspotenzial». Den Aktionären winkt gemäss Businessplan eine Rendite von stolzen 17,05 Prozent pro Jahr. Am Telefon bekam Stegmann auch zu hören, die neue Firma werde so erfolgreich sein wie McDonald’s.

Stegmann liess sich nicht blenden – denn er weiss: Direkte Investitionen von Privaten in neugegründete Firmen sind hochriskant. Wer Aktien eines jungen Unternehmens kauft, stellt diesem Risikokapital zur Verfügung und hofft, dass die neue Firma dereinst floriert und die Aktien an Wert gewinnen. Doch solche Investitionen können mit einem Totalverlust enden.

Ob Nafumi dereinst erfolgreich sein wird, steht in den Sternen. Gemäss Businessplan wollen die Initianten bis 2012 80 Restaurants eröffnen. Noch gibt es kein einziges. Verwaltungsrat Guido Schäfer und Geschäftsführer Mergim Krasniqi betonen aber: «Wir glauben fest an den Erfolg unserer Idee.»

Tipp: Lassen Sie sich keine Geldanlagen am Telefon aufschwatzen! Seriöse Geldberater verkaufen ihre Produkte nicht auf diesem Weg. Und melden Sie solche Angebote dem K-Tipp, damit sie auf der K-Tipp-Homepage in die entsprechende Warnliste aufgenommen werden können.


Swiss Finance Consulting: Unseriöse Prognose

Verkäufer der Firma Swiss Finance Consulting weibeln mit einem miserablen Sparplan. Es ist immer das Gleiche: Raffinierte Geschäftemacher ködern junge Leute mit hohen Verdienstchancen. Nach einer Schnellbleiche werden die Jungverkäufer losgeschickt, um ihren Verwandten und Bekannten ein Finanzprodukt zu verkaufen, von dem nur die Initianten profitieren.


Jüngstes Beispiel: Swiss Finance

Consulting. Dahinter steckt der in Luzern wohnhafte Deutsche Gerhard Schmutz, der schon mit der Vertriebsfirma ITE Geldanlagen und Versicherungen verkaufte. Die Swiss Finance Consulting verkauft jetzt einen Sparplan der unbekannten liechtensteinischen Firma Global AWS – zum Beispiel mit einer monatlichen Einzahlung von 200 Franken. In beiden Firmen sind teils die gleichen Leute eingetragen.

Dabei fällt auf: In «Persönliche Modellberechnungen» werden für Anleger unrealistisch hohe Summen in Aussicht gestellt, die angeblich nach 30 Jahren winken. Denn die Global AWS lockt mit konstan-ten Renditen zwischen 7 und 15 Prozent pro Jahr. Eine solche Prognose ist unseriös.

Zudem sind die angegebenen möglichen Endkapitalien falsch berechnet, weil sie den Abzug für die Kosten nicht berücksichtigen, die sogenannte «Einrichtungsgebühr», die der Kunde zahlen muss. Diese beträgt bei einer monatlichen Einzahlungsrate von 200 Franken unglaubliche 3600 Franken. Das heisst: Wer einen solchen Sparplan abschliesst, hat 18 Monate lang nur Kosten und zahlt Provisionen für die beteiligten Firmen.

Tipp: Kaufen Sie keine Sparpläne von freien Vermittlern, sondern wenden Sie sich an Ihre Bank. Und: Lassen Sie sich nicht zum Verkauf von Finanzprodukten überreden. Auf diese Art und Weise werden nur unseriöse Produkte vertrieben.

28. September 2009 | Ernst Meierhofer, Redaktion K-Tipp


Beitrag als PDF
Das Risiko am Salatbuffet
Download PDF 36 KB
SternSternSternStern Artikel bewerten Stichwort hinzufügen
Artikel weiterempfehlen Artikel drucken

Kommentare (3)

 
  • miga1987 | 08.08.2010, 00:38

    Ich war mal bei der sfcmag.ch

    Die Produkte der sfcmag sind hoch-risiko-produkte
    Bevor Sie selber die Produkte verkaufen, informieren Sie sich bei eine
    unabhängigen Finanz unternehmen.
    Wenn Ihnen Ihre freunde und fam. wichtig ist dan verkaufen Sie diesen
    keine sfcm- produkte!

    Schöne Grüsse
    Mirza G.
  • miga1987 | 08.08.2010, 00:38

    Ich war mal bei der sfcmag.ch

    Die Produkte der sfcmag sind hoch-risiko-produkte
    Bevor Sie selber die Produkte verkaufen, informieren Sie sich bei eine
    unabhängigen Finanz unternehmen.
    Wenn Ihnen Ihre freunde und fam. wichtig ist dan verkaufen Sie diesen
    keine sfcm- produkte!

    Schöne Grüsse
    Mirza G.
  • Ernst Meierhofer, Redaktion K-Tipp | 16.12.2009, 08:55

    Neuer Name – alte Masche

    Hallo Leute, die ehemalige Swiss Finance Consulting heisst jetzt
    Swiss
    Finance Conceptions & Marketing AG.

    Der K-Tipp rät weiterhin: Hände weg!! Lest die Kommentare
    dazu in unserem Forum unter:

    http://www.ktipp.ch/suchen/?search_text=swiss+finance&dooptsearch=
    0&tab=forum

    Ernst Meierhofer, Redaktion K-Tipp
Urheberrechte
Smartphones und Tablet-Computer sollen teurer werden. Grund ist eine neue Gebühr für Urheberrechte. Was halten Sie davon?
...zum Artikel
Das ist Unsinn. Beim Kauf von leeren CDs und DVDs ist die Gebühr schon enthalten.
Richtig so. Damit werden Künstler unterstützt.
Alle Umfragen

Jetzt unterzeichnen: Volksinitiative
Jetzt unterzeichnen: Volksinitiative
Die Bundesbetriebe sollen nicht Gewinn erwirtschaften, sondern den Bürgern einen guten und bezahlbaren Service bieten.
Verwandte Artikel
Naturheiler von Therapeutenliste gestrichen Von «Hokuspokus» bis «grob fahrlässig Druck auf Tränendrüsen
Testsieger für Android-Handys
Testsieger für Android-Handys
Hunderte von Tests in der Hosen­tasche: Die neue App «Testsieger» machts möglich. (beide Apps haben den gleichen Inhalt)
Aktueller Ratgeber
Aktueller Ratgeber
Die Steuerabzüge für Angestellte und Selbstständige (16. Auflage 2012)
Aktuelle Beratungstexte
Hat mein Bruder einen Pflichtteil zugut? Muss ich den Vermieter für die Umtriebe entschädigen? Darf mein Chef Beiträge an AHV, IV und EO abziehen? Alle Beratungs-Artikel
Aktuelle Tests
Elektro-Rasenmäher IPL-Enthaarungsgerät Pommes frites Alle Test-Artikel
Aktuelle Diskussionen
24.05.2012, 13:37 | 4 AntwortenWoher kommen die Albträume? 24.05.2012, 13:28 | 7 AntwortenWas hilft gegen Cluster-Kopfweh? 24.05.2012, 13:27 | 3 AntwortenMyom: Welche Operation ist empfehlenswert? 24.05.2012, 13:26 | 4 AntwortenWie bringe ich den Zungenbelag weg?
Benutzer-Favoriten