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Helvetic Tours verzichtet neu auf gedruckte Preislisten. Das erschwert den Preisvergleich für Kunden. saldo zeigt, wie man trotzdem den günstigsten Preis findet.
Kuoni-Tochter Helvetic Tours verzichtet im aktuellen Winterkatalog als erster grosser Schweizer Reiseveranstalter auf Preislisten und wirbt mit «Tagespreisen». So könne die Kundschaft angeblich von den Einkaufsvorteilen einer grossen Orga-nisation profitieren. Doch eine saldo-Erhebung zeigt: Es gibt keine Tagespreise. Neu ist nur der Verzicht von Helvetic Tours auf gedruckte Preislisten. Das neue System bringt für Konsumenten vor allem Nachteile. Vor allem, wenn sie im Umgang mit dem Internet und dem elektronischen Buchen nicht vertraut sind.
saldo untersuchte, was es mit den angeblichen «Tagespreisen» auf sich hat, und verfolgte auf www.helvetictours.ch an drei Tagen die Preise für sechs Ferienangebote auf den Malediven, in der Dominikanischen Republik, auf Gran Canaria, in Djerba, Hurghada und Phuket. Resultat: Innerhalb einer Woche veränderten sich die angeblichen «Tagesbestpreise» kein einziges Mal. Eine Woche im Hotel Maspalomas & Tabaiba Princess auf Gran Canaria für zwei Erwachsene vom 16. bis zum 23. November kostete am 8., 9. sowie am 14. September genau gleich viel, nämlich 2766 Franken (siehe Tabelle im pdf-Artikel).
Je nach Destination Preisunterschiede von mehreren hundert Franken
Eine telefonische Anfrage am 9. September für dasselbe Arrangement bei der Helvetic-Tours-Buchungs-Hotline brachte kein günstigeres, sondern ein teureres Ergebnis. Die Offerte des Beraters belief sich auf 2960 Franken. Der Helvetic-Tours-Mitarbeiter fand diesen Preis aber erst nach mehrmaligem Suchen im Buchungssystem. Der zuerst genannte Preis belief sich auf rund 3200 Franken. Das identische Arrangement eines deutschen Reiseveranstalters kostet übrigens beim deutschen Reisebüro Reisefabrik Konstanz online nur 2473 Franken.
In fünf von sechs Fällen waren die Offerten der Helvetic-Hotline und der Helvetic-Tours-Reisebüros in Winterthur und Zürich etwas teurer als der im Internet ermittelte Wert. Wer bei Helvetic Tours im Reisebüro oder über die Hotline bucht, muss zusätzlich eine Auftragspauschale von 60 Franken bezahlen. Peter Brun, Pressesprecher von Kuoni, bestätigt die Ergebnisse der Stichprobe: «Die Helvetic-Preise werden erst bei kurzfristig gebuchten Reisen beweglich.» Vorher ändert sich nichts – schon gar nicht von Tag zu Tag.
So findet man den günstigsten Helvetic-Tours-Preis
Online kann der Preis über das Portal www.helvetictours.ch auf zwei Wegen eruiert werden:
saldo empfiehlt die Nutzung der Suchmaske «Online buchen». Diese gibt auch Arrangements in anderen Hotels an. Telefonisches Feilschen mit Reisebüroangestellten bringt übrigens keine tieferen Preise. Die Offerte hängt vielmehr von der Kompetenz des Reisebüroangestellten im Umgang mit dem Buchungssystem ab.
Pauschalreisen: So vergleichen Sie die Angebote
22. September 2009 | Andreas Schildknecht, Redaktion K-Tipp/saldo
