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Artikel | K-Tipp 14/2009

Neukauf oder Aufrüsten?

Was soll man tun, wenn der Computer zu wenig Speicherplatz hat oder zu langsam läuft? Aufrüsten oder neu kaufen? K-Tipp rät: Nichts überstürzen und die folgenden Punkte beachten.



1. Mit Festplattenspeicher Platz schaffen

Die Meldung «Auf dem Laufwerk C steht nur noch wenig Speicherplatz zur Verfügung» muss kein Todesurteil für einen älteren Computer sein: Für wenig Geld und mit minimalem Aufwand kann man den Speicherplatz mit externen USB-Festplatten ergänzen. Der neue Speicher wird einfach über die USB-Schnittstelle des PCs verbunden und steht dann sofort als neues Laufwerk (D:) zur Verfügung. Danach kann man zum Beispiel die Fotosammlung auf die externe USB-Platte verschieben und so auf dem Laufwerk C Platz schaffen.

Wer gerne bastelt, kann auch eine grössere interne Festplatte kaufen. Dabei muss man auf den richtigen Anschlusstyp ESATA oder IDE achten. Die Daten von der alten Festplatte werden danach komplett auf den grösseren Datenträger kopiert. Dazu benötigt man spezielle Programme wie HDClone (kostenlos) oder Drive Image XML (kostenlos).


2. Den Arbeitsspeicher ausbauen

Bei günstigen Computern wurde meist beim Arbeitsspeicher (RAM) geknausert. Dieser lässt sich aber leicht ausbauen.  Man kann den Rechner auch in ein Fachgeschäft bringen. Dieses führt den Speicherausbau meist für wenig Geld durch. Mehr Arbeitsspeicher macht vor allem Windows Vista flinker, aber auch Bildbearbeitung und Videoschnitt profitieren. Unter Windows sind mehr als 3 Gigabyte RAM selten sinnvoll. Vor dem Kauf muss man abklären, welches Speichermodul  man braucht, und auf einem Umtauschrecht bestehen.


3. Eine moderne Grafikkarte einsetzen

Wenn neu gekaufte Spiele nur vor sich hinruckeln oder komplett streiken, ist meist die Grafikkarte überfordert. Ab rund 100 Franken erhält man eine moderne Grafikkarte, die den verbreiteten Standard DirectX 10.1 unterstützt. Vor dem Kauf muss man abklären, ob ein Steckplatz für den Einbau vorhanden ist und das Netzteil die nötigen Stromanschlüsse und genügend Leistung hat. Im Zweifelsfall sollte man den Einbau einem Fachmann überlassen.


4. Einen Bildschirm mit höherer Auflösung kaufen

Wer noch in die Röhre schaut, kann sich für wenig Geld einen guten Flachbildschirm kaufen. An ältere Rechner kann man nur Bildschirme mit einem VGA-Stecker anschliessen. Klären Sie also vor dem Kauf ab, oder der neue Flachbildschirm mit VGA zurechtkommt und ob passende Kabel und Adapter mitgeliefert werden.

Stellen Sie sicher, dass die Grafikkarte die optimale Auflösung des Bildschirms unterstützt. Denken Sie daran, dass der Computer durch höhere Bildschirmauflösung mehr arbeiten muss und deshalb träger wird. Klären Sie ab, ob sich der neue Bildschirm später auch an einem neuen Computer nutzen lässt. Dazu muss das Display über einen DVI-Anschluss verfügen. Optimal ist zusätzlich ein HDMI-Anschluss mit HDCP, nur dann lassen sich auf dem Bildschirm später auch Blu-ray-Filme abspielen.


5. Einen neuen Prozessor einbauen

Zwar lässt sich in den meisten Computern der Prozessor tauschen, in der Praxis ist das aber selten sinnvoll. Schnelle Prozessoren sind teuer und der Einbau mit korrekter Kühlung knifflig.


6. Das Betriebssystem aufrüsten

Theoretisch können Sie einen alten Computer mit Windows XP mit dem neuen Betriebssystem Windows Vista aufrüsten. Das lohnt sich aber kaum, weil das Update teuer ist und der Computer dadurch langsamer wird.


7. Beim Neukauf zuwarten

Falls Sie nun doch mit einem Neukauf liebäugeln, lohnt es sich, noch einige Monate zu warten. Mit Windows 7 ist das nächste Betriebssystem kurz vor der Vollendung. Es wird erwartet, dass ab Herbst verkaufte Rechner mit einem Gratis-Update auf die nächste Windows-Version ausgeliefert werden. Falls Sie den alten Computer dem Recycling übergeben, können Sie dessen Festplatte in den neuen Rechner oder ein USB-Gehäuse einbauen. Dann fällt das Zügeln aller Daten am einfachsten.

29. August 2009 | Kurt Haupt


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