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Mit Folien kann man der Wohnungseinrichtung rasch und preiswert einen neuen Look verpassen. Gut zu wissen: Richtig verarbeitet lassen sich moderne Folien auch wieder ablösen.
Das Einbau-Möbel stammt aus dem letzten Jahrhundert, die Küchenabdeckung ist fleckig, der Kühlschrank unansehnlich, und das grosse Fenster bringt zwar Sonnenschein in den Raum, aber keinen Schutz vor neugierigen Blicken: In vielen Wohnungen gibt es störende Details, die sich auf konventionelle Weise nur mit viel Aufwand beseitigen lassen. Für Mieter kommt erschwerend hinzu, dass sie fixe Einrichtungen nicht nach Belieben verändern können: Ohne Zustimmung des Vermieters dürfen sie nicht selber Hand anlegen. Und dann verlangt der Hausbesitzer häufig, dass die Wohnung bei der Abgabe in den ursprünglichen Zustand zurückversetzt wird. Wer da zu Hammer, Säge und Farbpinsel greift, dem droht beim Auszug Ungemach.
Eine praktische Lösung des Problems bieten Folien, die sich bei Bedarf einfach wieder entfernen lassen. Es gibt sie in allen Farbschattierungen und Dessins in den verschiedensten Läden. Besonders attraktiv sind Produkte, wie sie Profis schon lange anwenden und die nun für Heimwerker auch in Baumärkten erhältlich sind – man hat die Qual der Wahl:
Und das alles zu erschwinglichen Preisen: So kostet zum Beispiel eine selbsthaftende Glasfolie der Marke d-c-fix bei Bauhaus Fr. 11.50 (45 x 150 cm), und Lackfolien (150 x 67,5 cm) von Alkor-Venilia gibts bei Coop Bau + Hobby für Fr. 13.90.
Weitere Vorteile der Folien: Die Arbeit ist rasch erledigt, es entsteht dabei weder Staub noch Unordnung und man benötigt nur Werkzeuge, die in den meisten Haushalten ohnehin vorhanden sind. Besondere handwerkliche Fähigkeiten sind ebenfalls nicht Bedingung. Aber: Man muss sorgfältig vorgehen und einiges beachten:
Ist die Folie versehentlich schief aufgeklebt, lässt sich dies gut korrigieren, da die volle Klebkraft erst nach einigen Stunden eintritt: Folie vorsichtig abziehen und neu anbringen. Wollen Sie grössere Flächen verkleben, ist es ratsam, sich von einer zweiten Person helfen zu lassen.
Kanten – auch runde – lassen sich so abkleben: Folie mit Haar-föhn auf niedrigster Stufe erwärmen, in die gewünschte Form ziehen und andrücken. Behutsam vorgehen, damit die Folie nicht überdehnt wird.
Spezialfolien für Glas
Diese Folienart ist besonders einfach zu verarbeiten und wieder zu entfernen: Sie haftet einzig durch elektrostatische Adhäsion. Die Glasfläche mit Wasser, das mit einigen Tropfen Spülmittel versetzt ist, einsprühen. Dann die Folie vom Rückseitenpapier lösen und vorsichtig auf der Fläche positionieren. Wasser und Luft mit einem Gummirakel zu den Aussenseiten hin ausstreichen.
Folie entfernen
An einer Ecke beginnend die Folie abziehen. Bei selbstklebenden Produkten kann es hilfreich sein, die Folie mit einem Föhn zu erwärmen. Eventuelle Kleberückstände beseitigt man mit einem Lösungsmittel auf Alkoholbasis.
26. Mai 2009 | Bennie Koprio, Redaktion K-Tipp
