SternSternSternStern (0)Kommentare lesen  Tags  Drucken  Beitrag weiterempfehlen

Artikel | Haus & Garten 02/2009

Ruck, zuck ein neuer Look – mit Folien

Mit Folien kann man der Wohnungseinrichtung rasch und preiswert einen neuen Look verpassen. Gut zu wissen: Richtig verarbeitet lassen sich moderne Folien auch wieder ablösen.

Das Einbau-Möbel stammt aus dem letzten Jahrhundert, die Küchenabdeckung ist fleckig, der Kühlschrank unansehnlich, und das grosse Fenster bringt zwar Sonnenschein in den Raum, aber keinen Schutz vor neugierigen Blicken: In vielen Wohnungen gibt es störende Details, die sich auf konventionelle Weise nur mit viel Aufwand beseitigen lassen. Für Mieter kommt erschwerend hinzu, dass sie fixe Einrichtungen nicht nach Belieben verändern können: Ohne Zustimmung des Vermieters dürfen sie nicht selber Hand anlegen. Und dann verlangt der Hausbesitzer häufig, dass die Wohnung bei der Abgabe in den ursprünglichen Zustand zurückversetzt wird. Wer da zu Hammer, Säge und Farbpinsel greift, dem droht beim Auszug Ungemach.

Eine praktische Lösung des Problems bieten Folien, die sich bei Bedarf einfach wieder entfernen lassen. Es gibt sie in allen Farbschattierungen und Dessins in den verschiedensten Läden. Besonders attraktiv sind Produkte, wie sie Profis schon lange anwenden und die nun für Heimwerker auch in Baumärkten erhältlich sind – man hat die Qual der Wahl:

  • Folien im Metall-Look, die optisch nicht von echtem Chromstahl oder Riffelblech zu unterscheiden sind.
  • Lackfolien mit einem Hochglanz, den kein Hobby-Flachmaler je hinkriegt.
  • Spezialfolien, die Klarglas aussehen lassen wie frisch geätzt.
  • Ferner gibt es Tafelfolien, die sich mit Kreide beschreiben lassen.
  • Spiegelfolien und Folien mit Marmor- oder Granitdessin.


Und das alles zu erschwinglichen Preisen: So kostet zum Beispiel eine selbsthaftende Glasfolie der Marke d-c-fix bei Bauhaus Fr. 11.50 (45 x 150 cm), und Lackfolien (150 x 67,5 cm) von Alkor-Venilia gibts bei Coop Bau + Hobby für Fr. 13.90.

Weitere Vorteile der Folien: Die Arbeit ist rasch erledigt, es entsteht dabei weder Staub noch Unordnung und man benötigt nur Werkzeuge, die in den meisten Haushalten ohnehin vorhanden sind. Besondere handwerkliche Fähigkeiten sind ebenfalls nicht Bedingung. Aber: Man muss sorgfältig vorgehen und einiges beachten:

  • Werkzeug: Bleistift, Meterstab, Schere, ein scharfes Messer, eine Nadel, allenfalls ein Haarföhn, ein Hartgummispachtel oder Gummirakel. Für Glasfolien ferner eine Sprühflasche und Spülmittel.
  • Unterlage: Folien lassen sich auf jedem glatten Untergrund anbringen. Ideal sind Metall, Glas und Kunststoff, vor allem beschichtete Spanplatten. Auch glattes Massivholz kann man mit Folien bekleben. Will – oder muss – man die Folienschicht nach einiger Zeit wieder entfernen, können bei dieser Unterlage allerdings Probleme auftauchen: Die Holzoberfläche respektive der Anstrich kann beim Abziehen der Folie beschädigt werden.
  • Verarbeitung: Die Rückseite der Folien ist in Quadrate eingeteilt – das erleichtert das Abmessen und einen exakten Schnitt. Sollten beim Kleben kleine Luftblasen entstehen: Mit einer dünnen Nadel aufstechen und herausdrücken.


Ist die Folie versehentlich schief aufgeklebt, lässt sich dies gut korrigieren, da die volle Klebkraft erst nach einigen Stunden eintritt: Folie vorsichtig abziehen und neu anbringen. Wollen Sie grössere Flächen verkleben, ist es ratsam, sich von einer zweiten Person helfen zu lassen.

Kanten – auch runde – lassen sich so abkleben: Folie mit Haar-föhn auf niedrigster Stufe erwärmen, in die gewünschte Form ziehen und andrücken. Behutsam vorgehen, damit die Folie nicht überdehnt wird.


Spezialfolien für Glas

Diese Folienart ist besonders einfach zu verarbeiten und wieder zu entfernen: Sie haftet einzig durch elektrostatische Adhäsion. Die Glasfläche mit Wasser, das mit einigen Tropfen Spülmittel versetzt ist, einsprühen. Dann die Folie vom Rückseitenpapier lösen und vorsichtig auf der Fläche positionieren. Wasser und Luft mit einem Gummirakel zu den Aussenseiten hin ausstreichen.


Folie entfernen

An einer Ecke beginnend die Folie abziehen. Bei selbstklebenden Produkten kann es hilfreich sein, die Folie mit einem Föhn zu erwärmen. Eventuelle Kleberückstände beseitigt man mit einem Lösungsmittel auf Alkoholbasis.

26. Mai 2009 | Bennie Koprio, Redaktion K-Tipp


Beitrag als PDF
Ruck, zuck ein neuer Look – mit Folien
Download PDF 36 KB
SternSternSternStern Artikel bewerten Stichwort hinzufügen
Artikel weiterempfehlen Artikel drucken

Kommentare (0)

 
Urheberrechte
Smartphones und Tablet-Computer sollen teurer werden. Grund ist eine neue Gebühr für Urheberrechte. Was halten Sie davon?
...zum Artikel
Das ist Unsinn. Beim Kauf von leeren CDs und DVDs ist die Gebühr schon enthalten.
Richtig so. Damit werden Künstler unterstützt.
Alle Umfragen

Jetzt unterzeichnen: Volksinitiative
Jetzt unterzeichnen: Volksinitiative
Die Bundesbetriebe sollen nicht Gewinn erwirtschaften, sondern den Bürgern einen guten und bezahlbaren Service bieten.
Verwandte Artikel
Heimwerken: Tipps und Tricks Bevor Sie in die USA reisen, sind Sie schon da Gratis in die Türkei-Falle
Testsieger für Android-Handys
Testsieger für Android-Handys
Hunderte von Tests in der Hosen­tasche: Die neue App «Testsieger» machts möglich. (beide Apps haben den gleichen Inhalt)
Aktueller Ratgeber
Aktueller Ratgeber
Die Steuerabzüge für Angestellte und Selbstständige (16. Auflage 2012)
Aktuelle Beratungstexte
Hat mein Bruder einen Pflichtteil zugut? Muss ich den Vermieter für die Umtriebe entschädigen? Darf mein Chef Beiträge an AHV, IV und EO abziehen? Alle Beratungs-Artikel
Aktuelle Tests
Elektro-Rasenmäher IPL-Enthaarungsgerät Pommes frites Alle Test-Artikel
Aktuelle Diskussionen
24.05.2012, 13:37 | 4 AntwortenWoher kommen die Albträume? 24.05.2012, 13:28 | 7 AntwortenWas hilft gegen Cluster-Kopfweh? 24.05.2012, 13:27 | 3 AntwortenMyom: Welche Operation ist empfehlenswert? 24.05.2012, 13:26 | 4 AntwortenWie bringe ich den Zungenbelag weg?
Benutzer-Favoriten