|
(0) |
Naturheiler Bruno Nagel hatte eine Quittung gefälscht, um die Krankenkasse zu täuschen. Dies deckte der Gesundheitstipp auf. Jetzt wurde der Naturheiler verurteilt.
Ein Solothurner Gericht hat den Naturheiler und Drogisten Bruno Nagel wegen Urkundenfälschung verurteilt. Laut «Solothurner Zeitung» erhielt er eine bedingte Busse von 6000 Franken. Das Gericht hat zudem einer ehemaligen Assistentin von Nagel eine bedingte Busse von 180 Franken aufgebrummt. Nagels Praxis hatte einer Patientin eine offensichtlich gefälschte Quittung ausgestellt. Der Gesundheitstipp berichtete vor zwei Jahren darüber. Aufgrund des Artikels reichte die Krankenkasse Helsana eine Strafanzeige gegen den Naturheiler ein.
Der Hintergrund: Nagel wollte die Tierhaarallergie einer Patientin mit umstrittenen Methoden heilen. Er verschrieb ihr eine «Darmsanierung» und testete sie mit einem Bioresonanzgerät, Kosten: 1117 Franken. Die Patientin brach die Behandlung ab, weil sie von Nagels Therapiemethoden nicht überzeugt war. Darauf erhielt sie eine Quittung, auf der die Kosten für Bluttest und Medikamente in «Therapiesitzungen» umgewandelt waren. Nagels Assistentin sagte der Patientin, das sei nötig, damit die Krankenkasse Sansan, eine Helsana-Tochter, Medikamente und Bluttest zahle.
Nachdem der Gesundheitstipp dies aufdeckte, strich die Helsana Nagel von ihrer Therapeutenliste. Seither zahlen die Helsana und ihr angegliederte Kassen keine Rechnungen mehr, die der Solothurner Naturheiler ausstellt. Nagel hat laut Anwältin noch nicht entschieden, ob er das Urteil akzeptiert.
09. Mai 2009 | Andreas Gossweiler, Redaktion Gesundheitstipp
