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Artikel | K-Tipp 09/2009

Feuerbrand liess Honig unbeschadet

Trotz Einsatz von Streptomycin gegen Feuerbrand: In keinem der 14 untersuchten Schweizer Honige fanden sich bedenkliche Spuren des Antibiotikums.

Mindestens eine Viertelmillion Bäume seien letztes Jahr durch Streptomycin vor der Rodung gerettet worden, meldet das Bundesamt für Landwirtschaft. Doch das Antibiotikum macht Imkern zu schaffen: Die Bienen holen den Nektar der Blüten und tragen es in den Honig. Alle Imker, die Bienenvölker im Umkreis von drei Kilometern um eine behandelte Obstanlage halten, mussten deshalb ihren Honig kontrollieren lassen, bevor er in den Verkauf gelangte.

Knapp 3,4 Tonnen Honig wurden 2008 vernichtet, weil er Antibiotika-Rückstände aufwies. Davon stammten 3,2 Tonnen aus dem Thurgau, dem Kanton mit den meisten Obstbäumen und Imkern. Und wie sieht es mit der Ware aus, die jetzt in den Läden ist? Der K-Tipp hat 14 Schweizer Honige von Grossverteilern und Imkern aus dem Thurgau auf Streptomycin untersuchen lassen. Erfreulich: Keine Probe wies mehr als 0,01 Milligramm des Antibiotikums pro Kilo auf. Das entspricht dem EU-Grenzwert. Diesen Wert hat unter anderem auch der Schweizer Obstverband als Grenzwert festgelegt.

Untersucht wurde Schweizer Blütenhonig von Globus, «Schweizer Honig» von Migros, Coop, Denner und Lidl. Die Honige aus dem Thurgau wurden im Volg vor Ort, in Käsereien, Reformhäusern, Metzgereien und Dorfläden gekauft. Untersucht wurde Honig der Imker Paul Wirth und Sibylle Beck (beide Frauenfeld), Fredi Hirschi (Weiningen), Familie Badertscher (Warth), Käthi Weber und Käthy Müller (beide Pfyn), Rudolf Schaub-Tuchschmid (Mettendorf) und Christoph Surbeck (Weinfelden). In einem «Saldo»-Test im Jahr 2000 hatte der Blütenhonig von Globus ungenügend abgeschnitten. Der Streptomycin-Gehalt lag deutlich über dem Grenzwert. Jetzt war auch er frei von Streptomycin.

03. Mai 2009 | Isabelle Meier, Redaktion K-Tipp


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