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Mit Grosspackungen und Süssigkeiten begünstigen die Billiglinien von Migros und Coop Fettleibigkeit. Zu diesem Schluss kommt eine unveröffentlichte Studie.
Die Wissenschafter des Instituts für Sozial- und Präventivmedizin an der Universität Bern hatten in ihrer Studie M-Budget- und Prix-Garantie-Produkte mit Artikeln aus dem Standardsortiment der beiden Grossverteiler Migros und Coop verglichen. Dabei wiesen 51 der 72 untersuchten Billigprodukte deutlich mehr Inhalt auf als die Standardware. Bei Erdnüssen waren es beispielsweise 300 Prozent mehr, bei Hartbonbons 184 Prozent.
«Grosspackungen erhöhen die Gefahr von Übergewicht», warnen die Forscher und verweisen auf aktuelle Studien. Heikel seien die XXL-Packungen vor allem, weil beide Billig-Labels einen «besorgniserregend» hohen Anteil an Süssigkeiten, Süssgetränken und Knabbereien aufwiesen, warnen die Forscher. Die Wissenschafter kritisieren, dass die Grossverteiler ausgerechnet für Kinder attraktive Dickmacher verbilligten. Der Anteil an Früchten und Gemüse sei hingegen klein. Bezüglich des Nährwerts stellten die Forscher keine generellen Unterschiede zwischen Billig- und Standardprodukten fest.
XXL-Packungen als Bedürfnis der Kunden dargestellt
Die Grossverteiler halten dagegen, dass ihre Grosspackungen dem Bedürfnis von Käufern entsprächen, die nur über ein geringes Haushalt-Budget verfügten. Gemäss Migros-Sprecherin Monika Weibel beschränke sich die M-Budget-Linie ohnehin nur auf wenige Artikel, die das Standardsortiment ergänzten.
26. April 2009 | Eric Breitinger, Redaktion saldo
