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Mit gewagten Versprechen in vierseitigen Anzeigen wirbt der Importeur für die Cremes Somatoline Cosmetic.
Vermindert die Anzeichen hartnäckiger Orangenhaut um 33 % in 4 Wochen» oder «Verfeinert die Silhouette um bis zu 37 %»: So lauten die Slogans für die Anti-Cellulite-Produkte der italienischen Firma Somatoline Cosmetic, einer Tochtergesellschaft des internationalen Konsumgüterunternehmens Bolton. Nach Italien, Frankreich und Österreich sind die Tuben und Töpfchen seit einer Woche auch in Schweizer Apotheken und Drogerien erhältlich.
Zweimal täglich angewendet, sollen die einen Cremes Cellulite sowie unerwünschte Fettpölsterchen reduzieren, die anderen den Bauch- und den Hüftumfang um bis zu 4 Zentimeter verringern. Als Beweis für die Wirksamkeit werben die Inserate mit «klinischen Untersuchungen an 24 Frauen». Dazu sagen Dermatologen: Diese Fallzahl ist keinesfalls genügend für eine klinisch relevante Aussage.
Die Somatoline-Cosmetic-Produkte enthalten unter anderem Algenpartikel. Gemäss Hautärzten können Algen durchaus eine hautstraffende Wirkung haben. Die von saldo angefragten Experten glauben dennoch nicht an die Umfangreduktion, welche die Kosmetikfirma in ihren Inseraten anführt. Grund: Die Cremes dringen nur in die oberste Hautschicht, die Epidermis. Um gegen die Cellulitis zu wirken, muss der Wirkstoff weiter nach unten gelangen – in dieser sogenannten Dermis findet die Durchblutung der Unterhaut statt.
Die einzelnen Produkte kosten 58 Franken und mehr – ein teurer Spass ohne garantierten Effekt.
28. März 2009 | Petra Stöhr, Redaktion saldo
