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Artikel | saldo 05/2009

Hornbach: Preise notieren verboten

Die Hornbach-Baumärkte verbieten ihren Kunden, Preise zu notieren. Das Ladenpersonal im Hornbach-Baumarkt Littau LU verbot saldo-Leser Thomas L., den Preis eines Gartengrills zu notieren. Ähnlich erging es Franz F. Er schrieb sich die Preise einzelner Bauteile eines Gestells auf, da er wissen wollte, wie viel das Gestell insgesamt kostet. Der Ladendetektiv untersagte dies ebenfalls.

Guido Sutter, Leiter Ressort Recht im Staatssekretariat für Wirtschaft, kann das nicht verstehen. «Die Möglichkeit, Preise zu vergleichen, ist für die Konsumenten eine wichtige Entscheidungshilfe bei der Auswahl», sagt er. Ein Verbot widerspreche der Preisbekanntgabeverordnung.

Klaus Becker, Geschäftsführer von Hornbach Schweiz, verteidigt das Verhalten seiner Mitarbeiter: «Wir sind auf extremste Weise der Beobachtung durch Konkurrenten ausgesetzt. Deshalb sind unsere Mitarbeiter angewiesen, das Notieren von Preisen zu beobachten.»

14. März 2009 | Andreas Schildknecht, Redaktion K-Tipp/saldo


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Hornbach: Preise notieren verboten
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Kommentare (2)

 
  • meini | 02.04.2009, 19:59

    Videoüberwachung

    Auch Hornbach beobachtet Kunden in Littau auf Schritt und Tritt per
    Video. Offenbar eine deutsche Spezialität. Siehe LIDL oder
    Deutsche Bahn. Ich hatte einen Stecker in die Jackentasche gesteckt
    und an der Kasse bezahlt. Auf dem Parkplatz wurde ich angehalten, da
    ich beobachtet worden sei wie ich etwas in die Tasche gesteckt
    hätte. Ich hatte die Kassa-Quittung.

    Mit der Aussage, dass die Preisdifferenz zurückbezahlt werde wenn
    man ein Produkt andernorts billiger finde, wird die Konkurrenz
    ausgeschaltet. Legal?
  • Nina1 | 26.03.2009, 08:48

    Nie im Leben

    Keine Chance, dass ich je in einem Hornbach etwas kaufe. Jeder
    Konsument ist berechtigt, einen Preisvergleich durchzuführen. Wer
    dies als Grossverteiler nicht will: soll seine Produkte sonst wo
    ausserhalb der Schweiz verkaufen. Frechheit.
Lebensmittel
Coop-Kunden sollen nicht mehr erfahren, aus welchem Land Importprodukte kommen. «Hergestellt in der EU» genüge. Was halten Sie davon?
Das Herkunftsland muss weiterhin deklariert werden.
Nur das Herkunftsland reicht nicht. Es sollte noch viel detaillierter deklariert werden.
Kein Problem. Ich achte sowieso nicht drauf.
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