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Bei der Wahl des Bodenbelags sollte nicht nur der Geschmack entscheiden. Reinigung und Beanspruchung sind ebenso wichtig.
Für viel und intensiv genutzte Räume wie den Eingangsbereich und das Kinderzimmer ist ein strapazierfähiger Belag sinnvoll, der sich leicht reinigen lässt – zum Beispiel Laminat. Im Elternschlafzimmer darfs ruhig eine empfindlichere, aber behaglichere Unterlage sein – zum Beispiel ein langhaariger Teppich.
Jeder Belagstyp hat seine Vor- und Nachteile:
Parkett:
+ Vorteile: langlebig; leicht zu reinigen; kann mehrmals abgeschliffen werden.
- Nachteile: keine Schalldämmung; in Ritzen sammelt sich Schmutz an; empfindlich auf Feuchtigkeit.
Laminat:
+ Vorteile: günstig; pflegeleicht; schnell verlegt.
- Nachteile: kühl; vergleichsweise kurze Lebensdauer; sehr laut, kaum Schalldämpfung; empfindlich auf Feuchtigkeit und elektrostatische Aufladung.
Teppich:
+ Vorteile: schalldämmend; bindet Staub; trittsicher; schnell verlegt.
- Nachteile: kurze Lebensdauer; schmutzempfindlich; aufwendig in der Pflege.
Keramik/Steinfliesen:
+ Vorteile: sehr langlebig; sehr leicht zu reinigen.
- Nachteile: ohne Bodenheizung kühl; keine Schalldämmung; je nach Material rutschig; Keramikplättli sind bruchempfindlich.
Linoleum:
+ Vorteile: natürliches Material aus Lein-/Holzmehl, Kalkstein und Jute; leicht zu reinigen; lange Lebensdauer.
- Nachteile: empfindlich auf Feuchtigkeit; manchmal unangenehmer Geruch; höhere Feinstaubbelastung.
Kork:
+ Vorteile: natürliches Material; elastisch, strapazierfähig, schall- und wärmedämmend; schnell verlegt.
- Nachteile: höhere Feinstaubbelastung; empfindlich auf Feuchtigkeit.
Kautschuk:
+ Vorteile: natürliches Material; leicht zu reinigen; robust; schalldämmend.
- Nachteile: manchmal unangenehmer Geruch; höhere Feinstaubbelastung.
Kunststoff:
+ Vorteile: sehr strapazierfähig und langlebig; pflegeleicht; schalldämmend.
- Nachteile: kann für die Gesundheit problematische Weichmacher enthalten.
Gerade bei Parkett und Teppichen lohnt sich eine fachgerechte und gründliche Reinigung – dies mindestens einmal pro Jahr:
07. März 2009 | Thomas Vonarburg, Redaktionsleiter K-Tipp
