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Wer gratis einen Spielfilm im Netz sehen will, muss aufpassen, was er anklickt. Überraschende Rechnungen lassen sich einfach vermeiden.
Im Internet kann man sich aktuelle Kinofilme kostenlos ansehen, wie saldo in Ausgabe 2/09 berichtete. Doch es sind einige Vorsichtsmassnahmen zu beachten: Neu öffnet sich bereits beim ersten Besuch auf der Seite www.kino.to ein Fenster mit einer Viruswarnung. Besorgte saldo-Leser fragten nach, ob die Seite virenverseucht sei. Doch die Meldung ist eine Täuschung. Wer auf das Fenster klickt, landet bei einer anderen Internetseite. Diese gaukelt dem Nutzer vor, die eigene Festplatte zu scannen, und empfiehlt, eine angeblich kostenlose Antiviren-Software herunterzuladen.
Aber Achtung: Wer Namen und Adresse eingibt, schliesst ein Abo für zwei Jahre ab und erhält schon bald darauf eine Rechnung über rund 470 Franken. Die Informationen dazu sind im Kleingedruckten der AGBs versteckt. Das Fenster auf www.kino.to mit der angeblichen Viruswarnung lässt sich einfach wegklicken, indem man auf das schwarze Kreuz in der oberen rechten Ecke klickt. Das rote Kreuz führt dagegen wieder auf die Abzockerseite.
Abspiel-Software gibt es gratis auf den offiziellen Seiten
Hat man sich für einen Film entschieden, lauert bereits der nächste Fallstrick, wie saldo berichtete. Unter dem Abspielfenster weisen drei Werbeboxen auf die benötigte Abspiel-Software hin. Auch diese lässt sich hier nur mit hohen Kosten herunterladen. Die nötigen Programme erhält man dagegen gratis auf den offiziellen Seiten. Für den Divx-Player ist dies www.divx.com/de/downloads, fürs Flash-Format www.adobe.com/de/products/flashplayer und für den Veoh-Player http://ll-appserver.veoh.com/downloadFlow.html.
Generell gilt: Wer auf diesen Kinostream-Seiten nur Filme ansieht, keine Software herunterlädt und nirgends seine Adresse eingibt, hat nichts zu befürchten. Abofallen lauern auf vielen Seiten im Internet. saldo rät: Ist man aus Versehen in die Falle getappt, sollte man die Rechnung nicht bezahlen. Solche Angebote sind eine Täuschung, weil sie den Eindruck erwecken, einen Gratisservice anzubieten. Reagieren Sie per E-Mail mit folgendem Text: «Ihre Forderung begründet auf Täuschung. Ich bin daher nicht bereit, die Rechnung, die Sie mir zugestellt haben, zu bezahlen. Ich bitte Sie, dies zur Kenntnis zu nehmen und mich nicht weiter zu belästigen.»
15. Februar 2009 | Marc Mair-Noack, Redaktion saldo
