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Viele Ärzte und Hebammen verharmlosen Alkohol in der Schwangerschaft. Doch auch kleine Mengen Alkohol schaden dem Baby. Das belegt jetzt eine neue Studie.
Schon ein einziger alkoholischer Drink pro Woche schadet dem Baby im Mutterleib. Betroffene Kinder entwickeln sich langsamer. Sie können zudem weniger intelligent sein oder die Zappelphilipp-Krankheit ADS haben. Das zeigt eine neue Studie aus England. Der Alkohol gelangt ins Blut des Ungeborenen und kann das Gehirn schädigen. Lilian Saemann, Frauenärztin und Gesundheitstipp-Beraterin: «Die Meinung, ein Gläschen Wein könne dem ungeborenen Kind nicht schaden, ist veraltet. Am besten trinken Schwangere keinen Tropfen Alkohol.» Doch viele Frauen wissen nichts von dieser Gefahr. Denn noch immer klären manche Fachleute ihre Patientinnen nicht korrekt auf. Das hat eine Studie der Universität Basel ergeben. 40 Prozent der Ärzte sagen schwangeren Frauen: «Ab und zu ein Glas ist okay.» Fast jede vierte Hebamme verharmlost den Alkohol und meint sogar, «zwei bis drei Gläser Alkohol pro Woche» seien unbedenklich. Daniel Surbek ist Chefarzt an der Frauenklinik des Inselspitals Bern. Er fordert Fachleute auf, Schwangere besser zu beraten. Surbek ist zudem Mitautor neuer Beratungs-Richtlinien der Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe. Auch diese besagen: «Schwangere sollen möglichst keinen Alkohol trinken.»
Tipps für alle anderen Erwachsenen:
14. Februar 2009 | Ines Vogel, Redaktion Gesundheitstipp
