|
(2) |
Tomaten-Ketchup ist beliebt. Doch in der Kassensturz-Degustation lösten 8 von 12 Produkten wenig Begeisterung aus. Das teure Bio-Ketchup schnitt am schlechtesten ab.
Tomaten-Ketchup gehört für viele zu Pommes wie Senf zur Wurst. Entsprechend gross ist das Angebot. Kassensturz wollte wissen, wie 12 der meistverkauften «roten Saucen» im direkten Vergleich schmecken, und lud fünf Experten zur Degustation ein. Sie beurteilten Aussehen, Geschmack, Geruch sowie Konsistenz – und vergaben Noten von 1 bis 6.
Den Spitzenplatz belegte das Ketchup der Coop-Eigenmarke Qualité & Prix. «Es hat von allem etwas – süss, salzig, sauer und sehr tomatig», kommentierte etwa Florian Bettschen, Koch und Mitglied der Jugend-Koch-Nationalmannschaft. Ähnliche Komplimente erhielt das Denner- Produkt – eines der günstigsten im Test. «Ungenügend» war hingegen das Original Tomato Ketchup von Heinz. Edith Beutler, Sensorikerin bei der Forschungsanstalt Agroscope: «Es schmeckt nach Gurkenwasser.» Auf dem letzten Platz landete das teure Coop-Bio-Ketchup. Die Experten waren sich einig: Es rieche nach Pelati und schmecke fast wie Tomatenpüree.
Ein unabhängiges Labor in der Schweiz hat zudem die zwölf Ketchups analysiert und den Zuckergehalt ermittelt (siehe Tabelle im pdf-Artikel). Eine echte Zuckerbombe ist das Heinz-Ketchup: 23,3 g Zucker auf 100 g – das sind mehr als sechs Würfelzucker. Aus mehr als einem Fünftel Zucker besteht das Produkt, das den Experten am besten schmeckte. Dass es auch mit weniger geht, zeigen die Analysen des Coop-Bio-Ketchups und des Migros-Tomato-Ketchups. Der Zuckergehalt beträgt gerade mal rund 13 Gramm. Noch weniger Zucker steckt im M-Budget-Produkt, allerdings enthält dieses zusätzlich künstliche Süssstoffe. Wenig erfreulich fielen die Labor-Resultate der beiden Kinder-Ketchups aus. Anbieter werben mit «30 Prozent weniger Zucker» – bezogen auf die Produkte der eigenen Marke. Allerdings enthalten die getesteten Kinder-Ketchups von JaMaDu und Heinz ebenso viel Zucker wie der Grossteil der anderen Produkte.
08. Februar 2009 | Philippe Odermatt, Susanne Rufer
Kommentare (2) |
|
