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Artikel | K-Geld 01/2009

«Nun geht es dann ans Ernten!»

Telefonverkäufer schwatzten Anlegern Inotech-Aktien als gutes Investment auf. Nun sind diese Gelder hochgradig gefährdet.

Der Mann aus dem Baselbiet hat noch genau im Ohr, wie ihm der gewiefte Verkäufer die Aktien schmackhaft machte und tolle Gewinnerwartungen schürte: «Nun geht es dann ans Ernten, Sie können den Swimmingpool hinter dem Haus bestellen.»

Ein anderer Anleger aus dem Raum Zürich bestätigt: «Auch mir hat man eine hohe Rendite versprochen.» Die Anleger haben Aktien der Firma Inotech Biotechnologies mit Sitz in Basel gekauft. Sie entwickelt ein Medikament gegen den Morbus Morquio. Diese Erbkrankheit zerstört den Stoffwechsel und führt meist schon im Kindesalter zum Tod.

Investitionen in die Entwicklung einer Therapie sind hochriskant, einen Erfolg kann niemand garantieren. Das bewahrheitet sich auch in diesem Fall. Im neusten Aktionärsbrief steht, die Entwicklung sei durch das Auftauchen eines Konkurrenten «in Frage gestellt» und man werde wohl an der nächsten Generalversammlung die Liquidation der Firma beantragen. Die Aktien seien dann nichts mehr wert.

Die Inotech-Aktien vermittelt hat die Zürcher Firma Private Equity Invest. Chef Markus Ritter betont, seine Verkäufer hätten «zu keiner Zeit übertriebene Gewinnerwartungen versprochen».

Tipp: Kaufen Sie keine Aktien von Telefonverkäufern, die Ihnen das Blaue vom Himmel versprechen.

02. Februar 2009 | Ernst Meierhofer, Redaktion K-Tipp


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Kommentare (3)

 
  • Pierren10 | 08.06.2009, 16:59

    Private Equity Invest - Inotech Biotechnologies Basel

    In dieser Sache recherchieren ich und wer Interesse hat an Infos soll

    sich melden. intersearch@internet.lu
  • elgrande | 20.03.2009, 13:04

    Gleiche Erfahrungen

    Habe die selben Erfahrungen mit PEI gemacht. Im 2005/2006 Aktien von
    Inotech gekauft, wobei "versprochen" wurde das bald mit
    einer Verdoppelung gerechnet werden kann. Dann im 2008, wurde ich
    aggressiv von einem Mitarbeiter der PEI aufgefordert noch mehr Aktien
    zu kaufen, da die 5'000 bisherigen Aktien zu wenig seien und man mich
    nicht mehr betreuen will, falls ich nicht mehr Aktien kaufe. Wieder
    wurde von einem zukünftigen Preis von über CHF 10 Franken
    gesprochen. Zum Glück habe ich mich nicht nochmals überreden
    lassen..
    Die Frage wäre jetzt; wie können wir gegen PEI vorgehen?
  • gutglaeubig | 09.03.2009, 21:30

    Gutglaeubig zum Kauf von Inotech Aktien 'überschwatzt' worden...

    Der Beitrag von Kgeld zu den Verkaufspraktiken der Firma Private
    Equity Invest entspricht leider genau meinen Erfahrungen beim Erwerb
    von Inotech Aktien. Mir wurde vom Telefonverkäufer innert weniger
    Monate bis zu einer Verdoppelung des Aktienpreises in Aussicht
    gestellt. Trotz anfänglicher Skepsis habe ich mich schlussendlich
    'gutglaeubig' zum Kauf der Aktien überreden lassen. Leider war
    dies nicht der einzige (Rein-) Fall. Private Equity Invest hat mich
    kurz nach dem Erwerb der Inotech Aktien zu einer weiteren Investition
    in Aktien einer anderen Firma mit ähnlichen Gewinnversprechungen
    überredet, die sich schlussendlich ebenfalls als Flop erwies. Ich
    weiss von weiteren Aktionären, denen es ähnlich wie mir
    ergangen ist und denen ähnlich übertriebene
    Gewinnerwartungen versprochen wurden.

    Ich kann mich nur dem Kommentar von KGeld anschliessen: Hände weg
    von Aktien, die einem über Telefonverkäufer angeboten werden
    mit übertriebenen Gewinnversprechungen.

    Ich hoffe, es melden sich noch weitere Anleger zu Wort, die
    ähnliche Erfahrungen mit der Firma Private Equity Invest gemacht
    haben.
Lebensmittel
Coop-Kunden sollen nicht mehr erfahren, aus welchem Land Importprodukte kommen. «Hergestellt in der EU» genüge. Was halten Sie davon?
Das Herkunftsland muss weiterhin deklariert werden.
Nur das Herkunftsland reicht nicht. Es sollte noch viel detaillierter deklariert werden.
Kein Problem. Ich achte sowieso nicht drauf.
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