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Mit Mikrofinanz winken keine grossen Kursgewinne. Dafür sind die Renditen stabil. Die Performance des Schweizer Mikrofinanz-Fonds trotzt der Finanzkrise.
Mikrofinanz heisst zum Beispiel: In Guatemala hilft ein Mikrodarlehen von 197 US-Dollar einer Kleinunternehmerin, ihre Bäckerei wieder aufzubauen, nachdem sie zuvor alles verloren hatte.
Solche Vergaben von Kleinstkrediten an Gewerbetreibende – meist in Entwicklungsländern – gelten als sozial verantwortlich. Vergeben werden diese Kredite von den Mikrofinanz-Institutionen. Und in genau solche Banken oder bankenähnliche Institutionen investieren wiederum die Fondsmanager der Mikrofinanz-Fonds. Grösstenteils geschieht dies durch den Kauf entsprechender variabler oder festverzinslicher Obligationen (Anleihen) mit kurzer bis mittlerer Laufzeit.
Mit anderen Worten: Investoren aus aller Welt stellen solchen Institutionen ihr Geld zur Verfügung. Die Mikrofinanz-Idee hat sich schon so etabliert, dass entsprechende Institutionen bereits auf den globalen Finanzmärkten Gelder aufnehmen können. In der Schweiz gibt es dennoch nur einen solchen für jedermann zugänglichen Fonds – den Responsability Global Microfinance Fund.
Dieser Fonds hat in den letzten fünf Jahren mit durchschnittlich 2,39 Prozent pro Jahr rentiert (in Schweizer Franken gerechnet). 2007 betrug der Wertzuwachs 4,35 Prozent, im laufenden (Finanzkrisen-)Jahr waren es bis Ende November sogar 5,14 Prozent – auch dank Währungsgewinnen.
Folglich hat die Fondsleitung ihr Versprechen eingelöst, dass mit einem Investment in den Responsability Global Microfinance Fund eine von anderen Anlageklassen weitgehend unabhängige Rendite zu erwirtschaften sei.
Die Mikrofinanz-Institutionen arbeiten vor Ort eng mit den Kreditnehmern zusammen. Das hat zur Folge, dass die Kreditausfallquoten gering sind und ein steter Zinsfluss sichergestellt ist. Zudem sind Kleinunternehmer gesamthaft krisenresistenter als die übrige Wirtschaft. Salopp ausgedrückt: Die meisten Kleingewerbler haben eine bessere Bonität als manche Grossbank.
08. Dezember 2008 | Zoltán Tamássy
