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Schluss mit krankmachenden Farbstoffen in Lebensmitteln für Kinder. Viele Politiker und Mediziner unterstützen die Petition des Gesundheitstipp – und haben bereits unterschrieben.
Tausende Leserinnen und Leser haben die Petition «Weg mit schädlichen Farbstoffen!» bereits unterschrieben. Sie fordern, dass der Bundesrat künstliche Farbstoffe in Lebensmitteln für Kinder verbietet. Denn diese Zusatzstoffe fördern Hyperaktivität und können heftige allergische Reaktionen auslösen.
Jetzt findet die Forderung des Gesundheitstipp bei Medizinern, Politikern und Verbänden breite Unterstützung. Einige Beispiele:
Bio Suisse, die Vereinigung Schweizer Biolandbau-Organisationen, beteiligt sich an der Unterschriften-Sammlung und verteilt Petitionsbögen in rund 180 Reformhäusern und Bioläden. Geschäftsführer Markus Arbenz: «Nicht nur Produkte mit der Knospe – alle Lebensmittel sollten frei sein von schädlichen Farbstoffen. Darum unterstützen wir die Petition.»
In der Romandie gibts Schützenhilfe von «Bon à Savoir», dem grössten Konsumentenmagazin der Westschweiz. Es hat die Petition auf Französisch übersetzt und ebenfalls verteilt.
Auch SP-Nationalrätin Jacqueline Fehr aus Winterthur ZH hat unterschrieben: «Die Gesundheit unserer Kinder hat Priorität. Künstliche Farbstoffe soll man deshalb verbieten und durch natürliche ersetzen», sagt die Mutter zweier Kinder.
Die Aargauer CVP-Nationalrätin Ruth Humbel: «Ich bin für ein Verbot. Ich sehe nicht ein, wieso man Lebensmittel mit künstlichen Farbstoffen anreichert, wenn gesundheitliche Bedenken bestehen. Diese Stoffe haben keinerlei Nährwert.»
Der Grüne Nationalrat Christian van Singer aus La Croix VD kämpft schon länger gegen schädliche Farbstoffe in Lebensmitteln: «Mehrere Studien haben nachgewiesen, dass sie hyperaktives Verhalten bei Kindern hervorrufen können. Das ist eine wesentliche Ursache für schulischen und beruflichen Misserfolg.» Er hat im Parlament eine Motion eingereicht, die ebenfalls ein Verbot fordert. Christian van Singer ist überzeugt: «Zusammen mit der Petition des Gesundheitstipp werden wir unser Ziel erreichen.»
02. Dezember 2008 | Sonja Marti
