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Sportgeschäfte im Flachland vermieten Skiausrüstungen am günstigsten. In den Bergen liegen die Preise deutlich höher. Wer vergleicht, kann schon als Einzelperson über 100 Franken pro Woche sparen.
Beim Mieten der Skiausrüstung lässt sich Geld sparen. saldo verglich die Preise von vier Sportgeschäften in Skigebieten, vier Sportläden im Flachland, drei Grosshändlern und zwei Online-Buchungsplattformen. Nachgefragt wurde der Mietpreis für sieben Tage für ein Paar Ski der teuersten Kategorie, inklusive Skistöcke und Skischuhe.
Die Preisunterschiede sind beträchtlich: Sie betragen bis zu 146 Franken. Bei Sport Schüür in Mauren TG ist die beste Skiausrüstung bereits für 205 Franken zu haben. Bei Bayard Sport & Fashion in Zermatt kostet die Miete für die gleiche Periode 351 Franken.
Bayard ist der Verleihkette Swissrent a Sport angeschlossen, die in der Schweiz rund 50 Geschäftsstellen zählt. Geschäftsführer Boris Bossi verteidigt seine hohen Preise mit der guten Lage der Verleihstellen: «Wir haben Mietgeschäfte unmittelbar bei den Bergbahnen eingerichtet.» Zudem könnten Kunden vor Ort ihr Material wechseln, wenn sie damit unzufrieden sind.
Geschäfte im Flachland: Kulanz bei der Mietdauer
Wie bei Swissrent lassen sich die Mietpreise auch bei den Intersport-Fachgeschäften über eine zentrale Buchungsmaschine abfragen. Bei Zermatten Sports in Crans Montana etwa kostet die Miete der Skiausrüstung 307 Franken, beim unabhängigen Händler Total Sport in Winterthur nur 228 Franken. Sämtliche Vermieter im Flachland schnitten günstiger ab als ihre Branchenkollegen in den Bergen (siehe Tabelle im Artikel-PDF).
Die meisten Flachländer geben sich zudem kulant, wenn es um das frühzeitige Abholen der Ski und die spätere Rückgabe geht: Wer an einem Samstag für eine Woche in die Ferien fährt, kann seine Ski meist bereits am Freitag abholen und erst am Montag wieder abgeben. Wer in einem Bergort seine Ski am Samstag vor 16 Uhr abholt und am letzten Ferientag nach 10 Uhr abgibt, dem werden hingegen in der Regel acht Tage berechnet.
Eine Diebstahl- und Bruchversicherung kostet bei allen Anbietern zusätzlich rund 10 Prozent des Mietpreises. Auf die Versicherung kann verzichten, wer bereit ist, das geringe Risiko, dass der Ski zu Bruch geht, selbst zu tragen.
Noch im Jahr 2002 kostete die Skimiete praktisch überall in der Schweiz gleich viel. Das zeigte eine Recherche des «K-Tipp» in 20 Skiorten. Drei Jahre später untersuchte die Schweizerische Wettbewerbskommission (Weko) die Preisgestaltung und kritisierte die Richtpreise von Intersport und Swissrent. «Heute sind Absprachen schwieriger», sagt Simon Bangerter von der Weko. Er geht davon aus, dass der Wettbewerb in der Mietbranche künftig wächst. Sicher ist: Schon heute lohnt sich der Preisvergleich, wie die saldo-Stichprobe zeigt.
Online-Plattformen geben 10 bis 50 Prozent Rabatt
Tipp: Vor dem Buchen kurz im Internet nachsehen. Über international ausgerichtete Buchungsmaschinen wie etwa Snowrental.net oder Snowell.com lassen sich Ski von zu Hause aus zwischen 10 und 50 Prozent günstiger mieten als im Geschäft vor Ort. Im Internet entscheidet der Kunde sich für eine bestimmte Kategorie Ski und erhält dann eine Reservationsnummer oder einen Gutschein zugeschickt. Mit dem Ausdruck kann er die gewünschte Ausrüstung im Fachgeschäft im Skigebiet beziehen.
Skiausrüstung: Auch Kaufen kann sich lohnen
Die Skimiete rentiert sich vor allem für Erwachsene, die wenige Tage im Jahr fahren und stets neues Material suchen, sowie für Kinder im Wachstum ohne Geschwister. Laut dem «K-Tipp»-Ratgeber «Schnäppchen: So erhalten Sie mehr fürs Geld» fährt jeder, der nur an 3 bis 5 Tagen pro Saison über die Piste flitzt, mit Mieten günstiger. Ab 10 Tagen pro Saison gilt es abzuwägen. Wer mit einem Allround-Ski zufrieden ist und nicht laufend die neuste Technik will, kann seine Ausrüstung kaufen.
Gerade Ende Saison sind selbst neue Bretter zu Tiefstpreisen erhältlich. Laut Händlern halten Ski zirka 100 Tage auf der Piste aus. «Die Lebensdauer hängt vom Gewicht des Fahrers und der Fahrweise ab», sagt Bruno Krähemann von der Sport Schüür in Mauren. Wer mehr als zwei Wochen im Jahr auf den Brettern steht, fährt mit gekauften Skis günstiger.
17. November 2008 | Andreas Schildknecht