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Artikel | saldo 18/2008

Günstiger in die Skiferien: Schweizer Hotels bei den deutschen Nachbarn buchen

Wer sein Schweizer Winterhotel in Deutschland bucht, spart bis 500 Franken. Der tiefe Euro-Kurs macht das Buchen über der Grenze doppelt interessant.


Der Euro-Kurs ist so tief wie selten und macht Ferien attraktiv – nicht nur im Ausland, auch in der Schweiz. Wer sein Hotel in den Schweizer Bergen in einem deutschen Reisebüro bucht, spart kräftig. saldo hat Buchungsanfragen in acht 4-Stern-Häusern von Arosa bis Zermatt vorgenommen und mit den identischen Angeboten von deutschen Reiseveranstaltern verglichen.

Fazit: Zwar lassen sich längst nicht alle Schweizer Hotels im Ausland buchen. Bei denen, die dort erhältlich sind, sind die Preisunterschiede aber teilweise erstaunlich gross. Zudem sind deutsche Reisebüros in Grenznähe auf Schweizer Kundschaft spezialisiert. Das First Reisebüro in Weil am Rhein und die Reisefabrik in Konstanz führen eigens Schweizer Bankkonten, um den Zahlungsverkehr zu vereinfachen.

Wer telefonisch in Weil am Rhein bucht, muss nicht einmal eine deutsche Nummer wählen, das Reisebüro hat eine Schweizer Hotline zum Ortstarif eingerichtet. In beiden Reisebüros macht die Kundschaft aus der Schweiz zwischen 60 und 70 Prozent aus. Die Fahrt ins Reisebüro über der Grenze erübrigt sich mit einem Telefon oder einem Klick im Internet.


Hotel Mirabeau: Buchung im deutschen Reisebüro 1401 Franken günstiger

In allen überprüften Fällen unterlag das von saldo direkt online beim Hotel angeforderte Arrangement der online eingeholten Offerte der deutschen Reise-büros in Konstanz, Weil am Rhein und Waldshut. Die gewählten Angebote enthalten jeweils die Unterkunft für zwei Erwachsene für sechs oder sieben Nächte im Doppelzimmer inklusive Frühstück oder Halbpension in den Monaten Januar und Februar (siehe Tabelle im pdf-Artikel).

Ein Doppelzimmer mit Matterhornblick, Halbpension und Skipass offeriert das Zermatter Hotel Mirabeau vom 10.1. bis 17.1. im Internet für 5118 Franken. Beim First Reisebüro in Weil am Rhein kostet dasselbe Angebot 1401 Franken weniger.

Eine Woche im Hotel Valsana in Arosa in derselben Woche gibt es laut Offerte für 3010 Franken. Beim City Reisebüro in Konstanz ist dasselbe Arrangement für 573 Franken weniger zu haben.

Deutlich auch der Preisunterschied für eine Woche im Sunstar Lenzerheide vom 7.2. bis 14.2. Die Buchungsmaschine des Hotels zeigt einen Preis von 2499 Franken an. Bei der Reisefabrik in Konstanz ist das Doppelzimmer Superior mit Frühstück für 471 Franken weniger erhältlich.


Tiefere Preise durch Abnahme gewisser Zimmerkontingente

Gründe für die Preisunterschiede: Das Aroser Hotel Valsana zum Beispiel arbeitet nach eigenen Angaben mit drei ausländischen Reiseveranstaltern zusammen. Diese buchen jeweils ein grösseres Kontingent an Zimmern, um günstigere Preise zu erhalten.

Eva Strebel, Pressesprecherin beim Verband Hotelleriesuisse, bestätigt, dass die Preise in erster Linie von der Nachfrage abhängig sind: «Hotelpreise können sich täglich ändern.» Reiseveranstalter würden ihre Kontingente je nach Vereinbarung mit dem Hotelier und je nach Marktlage günstiger oder teurer anbieten.


Bessere Preise auch bei inländischen Reiseanbietern

Wer kein günstiges Zimmer mehr über einen deutschen Reiseveranstalter erhält, sollte die Internet-Angebote der Schweizer Reiseveranstalter durchforsten. Eine Woche im Doppelzimmer mit Frühstück für zwei Erwachsene vom 17.1. bis 24.1. offeriert das Hotel Crystal in St. Moritz online für 2660 Franken. Its Coop Travel und Hotelplan bieten dasselbe Angebot 300 beziehungsweise 180 Franken günstiger an.

Lohnenswert kann auch der Blick nach England sein. Der auf Berg- und Skiferien spezialisierte Anbieter Inghams Travel (www.inghams.co.uk) bietet viele Hotels in der Schweiz zu günstigen Preisen an. Sieben Nächte vom 10.1. bis 17.1 in einem südlichen Doppelzimmer mit Matterhornblick für zwei Erwachsene inklusive Halbpension im Zermatter Hotel Mirabeau beispielsweise kosten bei Inghams im Internet gebucht nur Fr. 2706.60. Dasselbe Angebot bietet das deutsche First Reisebüro für rund 1000 Franken mehr an, allerdings ist dann der Skipass im Preis inbegriffen.

02. November 2008 | Andreas Schildknecht


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