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Laute Musik in Kneipen ist schlecht fürs Gehör – und für die Leber. Denn sie verführt dazu, schnell und viel Alkohol zu trinken. Dies ergab die Feldforschung französischer Psychologen in Bars einer Kleinstadt.
Die Forscher der Universität Bretagne-Sud beobachteten die Gäste und notierten deren Alkoholkonsum. Der Barbesitzer stellte währenddessen die Musik auf eine moderate Lautstärke von 72 Dezibel oder drehte sie auf 88 Dezibel hoch. Der Unterschied: Während die Gäste bei leiser Musik im Schnitt 15 Minuten für ein Bier brauchten, leerten sie ihr Glas bei lauter Musik in weniger als 12 Minuten.
Die Forscher haben dafür zwei Erklärungen: Entweder putscht laute Musik die Gäste auf, sodass sie schneller trinken. Oder sie trinken mehr, weil es für eine Unterhaltung zu laut ist.
18. Oktober 2008 | sm
