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Seit Jahren kauft Heidi Nägeli-Vinzens Weissdorn-Tabletten gegen ihr nervöses Herz. Jetzt sind die Pillen plötzlich fast doppelt so teuer. Für die 67-Jährige ist das zu viel.
Heidi Nägeli-Vinzens aus Riazzino-Montedato TI staunte nicht schlecht, als sie kürzlich in der Apotheke war. Seit Jahren kauft sie hier die Dr.-Dünner-Weissdorn-Tabletten. Das pflanzliche Heilmittel hilft ihr gegen die nervösen Herzbeschwerden, die sie beim Einschlafen stören.
Bisher kostete das Medikament Fr. 13.80. Doch jetzt musste Heidi Nägeli-Vinzens plötzlich fast das Doppelte zahlen: Fr. 24.75. «Ich konnte es fast nicht glauben», sagt sie. «Erst dachte ich, der Preis sei ein Fehler.» Selbst die Apothekerin habe gestutzt.
In der Schachtel stecken noch die gleichen Tabletten wie zuvor. Einziger Unterschied: Die Verpackung hat ein neues Design und die Tabletten heissen jetzt Cardiodyn.
Die Dr. Dünner AG, Herstellerin des Weissdorn-Produkts, rechtfertigt den hohen Preis mit den Kosten für das Neuregistrieren bei der Arzneimittelbehörde Swissmedic. «Das müssen wir regelmässig machen und ist sehr teuer», sagt Perry Kollbrunner, Leiter Marketing und Verkauf bei der Dr. Dünner AG.
Hersteller macht höhere Rohstoffpreise geltend
Zudem seien die Preise für die Rohstoffe gestiegen. Insgesamt seien
die Dr.-Dünner-Weissdorn-Tabletten bisher sehr günstig gewesen, sagt Kollbrunner. Jetzt sei der Preis vergleichbar mit anderen Weissdorn-Produkten.
06. Oktober 2008 | sm
