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Auch die Reisebranche jammert laut über gestiegene Energiekosten. Und trotzdem kann sie Arrangementpreise senken.
Noch im Sommer schien klar: Wer verreisen will, muss bald mit höheren Preisen rechnen. Das Wehklagen in der Reisebranche, speziell über die Treibstoffkosten, legte diesen Schluss nahe.
Doch allem Jammern zum Trotz: Für Ferien am Meer muss man in der kommenden Wintersaison nicht durchwegs tiefer in die Tasche greifen. Das zeigt die Stichprobe des K-Tipp, der Anfang September die Preise von 21 Familien-Arrangements erhoben und mit den Vorjahrespreisen verglichen hat (siehe Tabelle im pdf-Artikel). Teurer geworden sind «nur» 8 der 21 Angebote. 2 kosten praktisch gleich viel und 11 sogar weniger als vor einem Jahr.
Marge beeinflusst Arrangementpreis
Interessant zudem: Bei diversen Hotels in der Stichprobe haben einige Veranstalter ihren Preis erhöht, andere haben ihn gesenkt. Das unterstreicht, dass der von den Kunden kassierte Endpreis keineswegs nur von den Transport- und Hotelkosten abhängt, sondern vielmehr von der Marge, die der Anbieter einstreichen will.
Für die Novemberwoche im «Beach Albatros» bei Sharm el-Sheikh etwa verlangt 1-2-Fly von einer dreiköpfigen Familie knapp 200 Franken weniger, Vögele Reisen hingegen gut 400 Franken mehr als im Vorjahr. Pikant: 1-2-Fly ist wie Vögele Reisen eine Veranstaltermarke des Reisegiganten Tui.
Günstiger – und doch teurer als bei anderen
Die Ab- und Aufschläge allein sagen jedoch nichts über die effektiven Kosten der Wunschferien aus. Anders gesagt: Eine kräftige Preisreduktion macht das teure Angebot nicht unbedingt zum Schnäppchen.
So ist das Alles-inklusive-Arrangement im «Park Club Europe» auf Teneriffa – eine Februarwoche für zwei Erwachsene und zwei Kinder im Familienzimmer – bei Helvetic Tours gut 600 Franken günstiger geworden. Es kostet aber trotzdem 464 Franken mehr als bei Tui Suisse, wo es um fast 500 Franken aufgeschlagen hat.
Fazit: Für Winterferien am Meer sollte man die Angebote der Reiseveranstalter in diesem Jahr besonders sorgfältig prüfen. Zudem lohnt es sich abzuklären, was die Ferien kosten, wenn man Flug und Hotel selber bucht. Damit lässt sich nämlich oft eine schöne Stange Geld sparen, wie die Zeitschrift «Saldo» in ihrer neusten Ausgabe vorrechnet.
15. September 2008 | Gery Schwager
