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Artikel | K-Tipp 15/2008

Daten sichern: Gewusst wie!

Spätestens bei Verlust oder Diebstahl merkt man, wie viele Infos auf dem Handy sind. Neben SMS und Fotos schmerzt vor allem das fehlende Adressbuch. Vor solch bösen Überraschungen kann man sich aber schützen. Die Tipps.


Datensicherung mit Herstellersoftware

Vom Handy lassen sich nicht nur Adressen und Fotos auf den PC und zurück kopieren, sondern auch komplette Datensicherungen durchführen. Vorausgesetzt, man hat die entsprechende Software für Windows respektive Mac – und diese liefern die meisten Hersteller mit den Handys mit.

Am besten lädt man die neuste Version dieser PC-Suiten von der Internetseite des Herstellers herunter. Die auf der CD mitgelieferte Fassung ist meist veraltet. Nach dem Installieren verbindet man das Handy via USB-Kabel mit dem PC – bei Nokia auf dem PC-Programm «Datei, Sichern» wählen, bei Sony Ericsson (SE) unter «Backup-Manager».

Und so lassen sich SMS archivieren:

Wer ein Handy von Sony Ericsson hat, kann diese Aufgaben mit Gratis-Windows-Programmen erledigen: MyPhone-Explorer oder FMA.

Ein Alleskönner für Nokia-Telefone ist der Oxygen Phone Manager für rund Fr. 50.–.

Mit Mobiltelefonen unterschiedlichster Hersteller (Nokia, Sony Ericsson, Motorola, Apple, Samsung, LG) kommt Mobile Master zurecht (je nach Leistung Fr. 15.– bis 45.–).

Bei Mac OS X ist die Synchronisation iSync bereits integriert. Sie unterstützt zahlreiche Handy-Typen. Noch umfangreicher und komfortabler ist das Mac-Programm FoneLink.


Backup ins Internet

Sehr einfach ist die Sicherung der Daten ins Internet. Wer sein Handy bei Swisscom und eine E-Mail-Adresse bei Bluewin hat, kann für 50 Rappen sein Handy-Adressbuch ins Internet sichern. Einen ähnlichen Dienst hat auch Orange.

Der Backup ins Internet hat leider auch Nachteile: Es fallen dabei meist Internetgebühren an. Man übergibt einem meist unbekannten Dienstanbieter seine persönlichen Adressdaten.

Vorteil: Die im Internet gesicherten Daten können sogar ohne einen PC wieder auf ein Ersatzhandy gespielt werden. Einfach, kostenlos, aber in Englisch ist Mobical.

Deutsch, aber komplexer ist Zyb. Praktisch: Die kopierten Handy-Daten lassen sich direkt im Webbrowser bearbeiten. So kann man neue Adressen viel einfacher erfassen als auf der Handy-Tastatur.


Adressen auf der SIM-Karte kopieren

Adressen im Handy können entweder im internen Speicher oder auf der SIM-Karte abgelegt werden. Die SIM-Karte hat zwar nur die Grösse eines Daumennagels, kann aber bis zu 250 Adressen speichern. Setzt man die SIM-Karte in ein neues Handy ein, sind alle darauf gespeicherten Adressen und Telefonnummern sofort wieder verfügbar.

Bei den meisten Handys kann man einstellen, ob neu erfasste Kontakte im Handy-Speicher oder auf der SIM-Karte abgelegt werden sollen. Ferner lassen sich die Daten zwischen Handy-Speicher und SIM-Karte kopieren. Details dazu finden sich in der Bedienungsanleitung.

Will man nur die Daten von der SIM-Karte sichern, gibt es dazu spezielle Geräte, sogenannte SIM-Recorder: Die SIM-Karte wird ins Gerät eingelegt und die Informationen auf Tastendruck in den Speicher des Recorders kopiert. Geht das Handy mit Karte verloren, kann man die Adressen mit dem Recorder per Tastendruck auf eine neue SIM-Karte kopieren. Ein solcher SIM-Card-Recorder ist beispielsweise beim Versandhaus Pearl für knapp 10 Franken erhältlich. Für rund 20 Franken gibt es SIM-Kartenleser. Sie übertragen die Daten auf den PC, damit diese dort gesichert oder ergänzt werden können.

15. September 2008 | Kurt Haupt


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