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Rivella bietet einen Fruchtsaft mit Koffein an. Experten sagen: Das ist keine gute Kombination.
«Stark wie Kaffee» – so wirbt Rivella mit ihrem Michel-Saft Power Coffee-Berry. Es sei der weltweit erste Energy-Drink mit dem Extrakt aus der Frucht des Kaffeebaums, sagt Rivella. In 3,3 Dezilitern stecke so viel Koffein wie in einer Tasse Kaffee. Ideal für «Fruchtsaftdrinker, Kaffeekonsumenten und Energy-Drink-Liebhaber».
Die Verpackung sieht allerdings nicht aus wie ein Energy-Drink aus der Dose, sondern wie eine kleine Flasche Orangensaft. Gleiche Farbe, ganz natürlich. Doch weniger als die Hälfte des Drinks besteht aus Fruchtsaft. Zudem enthält er noch zusätzlichen Zucker und Aromen.
Kein Wunder, kritisieren Ernährungsfachleute das Getränk. Carine Buhmann, Ernährungsfachfrau des Gesundheitstipp: «Es ist nicht sinnvoll, Fruchtsäfte mit Koffein zu versetzen.» Konsumenten würden Fruchtsäfte und damit auch Getränke wie Michel Power als gesund und vitaminreich wahrnehmen. Aber das sei bei koffeinhaltigen Getränken nur bedingt der Fall. Auch Gesundheitstipp-Arzt Thomas Walser kann dem Drink wenig Positives abgewinnen: «Es ist bedenklich, dass immer mehr aufputschende Getränke auf den Markt kommen.»
Monika Christener von Rivella schreibt, stimulierende Getränke würden seit jeher einem grossen Bedürfnis entsprechen. Es sei sinnvoll, einige Tassen Kaffee oder synthetische Energy-Drinks durch ihr Produkt zu ersetzen. «Wir deklarieren Michel Power aber klar als Energy-Drink, der Koffein enthält und damit für Kinder ungeeignet ist.»
08. September 2008 | tf
