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Artikel | K-Tipp 13/2008

Gebührenfalle Bancomat

Bancomaten im Ausland spucken oft nur kleine Beträge aufs Mal aus. Das geht ins Geld: Jeder einzelne Bezug kostet Gebühren.


Besonders restriktiv ist Argentinien: Ausländer dürfen an Bancomaten umgerechnet nur 100 Franken aufs Mal beziehen. Auch im Euro-Land können an Automaten oft nur kleine Beträge bezogen werden. So kommt es vor, dass der Bancomat die Transaktion einfach abbricht, falls man mehr als den vom Automaten vorgeschlagenen Höchstbetrag beziehen möchte. Teilweise ist das schon bei 200 Euro der Fall.

Die Zürcher Kantonalbank bestätigt dies: «Die Limiten sind im Ausland zum Teil eher tief angesetzt», so Diego Wider von der ZKB. Für Kunden ist das ärgerlich: Sie müssen ihr Feriengeld in Tranchen beziehen und für jeden Bezug Gebühren zahlen.

Das kann teuer werden. Wer mit der Maestro-Karte der Migrosbank oder der Basler Kantonalbank Euros bezieht, zahlt pro Transaktion Euro 3.50 (Fr. 5.70). Kunden von UBS, Bank Coop und Zürcher Kantonalbank zahlen Fr. 5.– pro Bezug.

Die Limiten legen die ausländischen Banken fest, welche die Bancomaten betreiben. Die Obergrenze variiert je nach Bank: Wer am einen Automaten kein Glück hat, kann also unter Umständen an einem anderen den gewünschten Geldbetrag ohne Probleme beziehen.

Tipp: Beziehen Sie Ihr Feriengeld schon in der Schweiz. Schweizer Bancomaten haben – abgesehen von der individuellen Kartenlimite – eine Obergrenze von 3000 Euro pro Bezug. Aber Achtung: Setzen Sie am Bancomaten keine Kreditkarten ein! Die Kommissionen betragen zwischen 2,5 und 4 Prozent der Summe. Holen Sie ausländische Währungen zudem an Bancomaten Ihrer Hausbank. Dort ist der Bezug in der Regel gratis, Fremdbanken verlangen dagegen Gebühren. Die UBS etwa berechnet 1 Prozent des Betrags, mindestens aber Euro 3.50 (rund Fr. 5.70).

17. August 2008 | Isabelle Meier


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