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Eine Flasche Mateus Rosé gibts im Handel für Fr. 8.50 – aber auch für Fr. 5.95. Das ist kein Einzelfall, wie eine Stichprobe des K-Tipp ergeben hat.
Kühl schmecken sie am besten – ihre optimale Trinktemperatur liegt bei 6 bis 9 Grad Celsius. Deshalb sind Weiss- und Roséweine an heissen Sommertagen besonders beliebt.
Das Angebot ist gross – die Preisvielfalt nicht minder. Das zeigt die Stichprobe des K-Tipp, der Anfang Juni bei 17 Händlern und Grossverteilern die Preise von zwölf Weinen erhoben hat (siehe Tabelle im pdf-Artikel).
Abklären: Gibts den Wein als Aktion?
Bei drei Weinen – Rioja Blanco El Coto, Mateus Rosé und Listel Grain de Gris – betrug die Preisdifferenz zwischen günstigster und teuerster Offerte über 40 Prozent. Am grössten war sie mit gut 44 Prozent beim Rioja Blanco, den Schubi Weine in Luzern gerade zum Aktionspreis von Fr. 7.90 anbot.
Das unterstreicht: Es kann sich lohnen, vor dem Kauf des Lieblingsweins nach Aktionen zu forschen. Spar zum Beispiel setzt nach eigenen Angaben vom Aigle les Murailles und vom Fendant Domherrenwein «mindestens 70 Prozent der Jahresmenge» in Aktionen ab. Der Aigle kostet dann pro Flasche Fr. 16.50 statt Fr. 20.90, der Fendant Fr. 6.90 statt Fr. 10.95.
Was die Stichprobe zudem zeigt: Wer häufig günstig ist, ist nicht immer güns-tig. So war Schüwo Trink-Kultur mit Hauptsitz in Wohlen AG bei drei Schweizer Weinen Preisführer, beim Mateus Rosé aus Portugal indes klares Schlusslicht.
Händler offerieren verschiedene Rabatte
Auffallend: Viele Weinverkäufer arbeiten mit Abholungs-, Barzahlungs- und vor allem Mengenrabatten. Ein Beispiel: Coop gewährt ab 6 Flaschen Wein (Aktionen ausgenommen) 10 Prozent Ermässigung. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um Flaschen des gleichen Tropfens oder unterschiedliche Weine handelt.
Übrigens: Manchmal gibts den gleichen Wein zu diversen Preisen, ohne dass man es merkt. K-Tipp und Saldo haben schon vor Jahren die bei Produzenten und Händlern bekannte Praxis aufgedeckt, ein und denselben Wein mit verschiedenen Etiketten unterschiedlich teuer zu verkaufen (siehe K-Tipp 11/03 und Saldo 9/06).
Lieferkosten abklären
Zahlreiche Weinhändler verkaufen ihr Sortiment nicht nur im Laden, sondern auch übers Internet. Die Kosten für Versand bzw. Hauslieferung berechnen sie meist abgestuft nach Bestellumfang. Und einige liefern in ihrem Einzugsgebiet und/oder ab einem bestimmten Betrag sogar gratis. Deshalb empfiehlt es sich, neben den Preisen auch die Versand- und Lieferbedingungen genau zu studieren, sofern man den Wein nicht selber abholen will.
Zum Teil werden beim Online-Einkauf Mindestbestellmengen verlangt – bei Manor.ch zum Beispiel 6 Flaschen. In den Manor-Warenhäusern könnten auch Einzelflaschen gekauft werden, so Sprecherin Patricia Kiefer. Allerdings führen die Warenhäuser nicht das ganze Sortiment.
16. Juni 2008 | Gery Schwager
