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Ein Printserver macht den Drucker für alle Computer im Haushalt verfügbar.
Ein Drucker für mehrere Computer: Mit weniger als hundert Franken machen Sie Ihr Gerät bereit fürs Netzwerk. Einen Drucker teilen hat viele Vorteile: Es ist nicht mehr nötig, für jeden Computer ein eigenes Gerät zu kaufen. Auch kann der Sohn mitten in der Nacht noch seinen Vortrag ausdrucken, ohne vor dem Hauptcomputer zu sitzen. Da alle ein Gerät benutzen, sinkt zudem der Preis pro ausgedruckter Seite, weil ein effizienterer Drucker eingesetzt werden kann.
Die erste Vorraussetzung für einen gemeinsamen Drucker ist ein Netzwerk. Es schafft die Verbindung zwischen den verschiedenen Rechnern im Haushalt. So kann der Laptop im Kinderzimmer mit dem PC im Arbeitszimmer kommunizieren. Herzstück des Netzwerks ist der sogenannte Router. Über dieses Gerät laufen alle Verbindungen zwischen den Computern untereinander sowie ins Internet: Der Router regelt den gesamten Datenverkehr. Übrigens: Teilen sich bei Ihnen zuhause mehrere Computer einen Internetzugang, so haben Sie bereits ein Netzwerk und einen Router.
Die zweite Vorraussetzung ist ein sogenannter Printserver – genauer gesagt ein Netzwerkadapter. Damit werden Drucker netzwerkfähig und so für alle Computer im Haushalt erreichbar. Das Gerät nimmt die Aufträge von den PCs entgegen und leitet sie an den Drucker weiter. Der Printserver kann direkt im Drucker oder Router eingebaut sein oder separat am Drucker angeschlossen werden.
Drucker mit eingebautem Printserver: Alle grossen Hersteller bieten mittlerweile Drucker mit integriertem Printserver an. Meist kostet die netzwerkfähige Version etwa 10 Prozent mehr als das Standard-Modell. Auch günstige Geräte sind mit Netzwerkanschluss zu haben. Gut zu wissen: Bei Druckern, die drahtlos verbunden werden, kann die Installation mühsam sein.
Externer Printserver: Wollen Sie Ihren bereits vorhandenen Drucker netz- werkfähig machen, benötigen Sie einen separaten Printserver. Dieser ist nicht grösser als eine Zigarettenschachtel und wird direkt an den Drucker angeschlossen. Ein kabelgebundenes Modell kostet um 80 Franken, ein drahtloses rund 30 Franken mehr. Nur: ein Router mit Printserver ist bereits ab 100 Franken zu haben.
Router mit Printserver: Einige Router verfügen über einen eingebauten Printserver. Das erkennen Sie am USB-Anschluss auf der Rückseite, wo Sie den Drucker einstecken können. Einziger Nachteil: Der Drucker muss in der Nähe des Routers stehen.
Keine Angst vor der Installation!
Vor dem Kauf lohnt sich in jedem Fall ein Preisvergleich. Im Internet sind die meisten Artikel günstiger als im Fachhandel. Steht das Gerät dann im Haus, so lassen Sie sich nicht von der anscheinend komplizierten Installation abschrecken. Die meisten Hersteller legen ihren Produkten Schritt-für-Schritt-Anleitungen bei. Und auf den Internetseiten der Hersteller – meist unter der Rubrik Support – sind ebenfalls gute Gebrauchsanweisungen zu finden.
Mit oder ohne Kabel: Die Vor- und Nachteile
Ob die Verbindung des Druckers mit dem Netzwerk drahtlos oder per Netzwerkkabel (Ethernet) erfolgt, ist nicht nur eine Frage des Platzes. Am einfachsten, sichersten und günstigsten ist das Netzwerk über Ethernet-Kabel. Nachteil: Sie müssen zusätzliche Kabel verlegen.
Drahtlose Netzwerke (WLAN) dagegen sind praktisch und bequem, weil man damit überall im Haushalt eine Verbindung zum Netz hat. Aber: Sie verursachen zusätzlichen Elektrosmog.
Eine weitere Alternative: Mit einem Powerline-Adapter können Sie Stromleitungen als Verbindung nutzen (K-Tipp 18/2007). Wichtig: Der Drucker und der Router müssen mit Ethernetkabeln an den Powerline-Adaptern angeschlossen sein.
30. Mai 2008 | Christian Birmele