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Ein Niesanfall beim Autofahren kann sehr gefährlich sein. Vor allem Allergiker sollten darum den Pollenfilter im Auto jährlich wechseln.
Mit dem frühlingshaften Wetter hat die Gräserpollensaison begonnen. Niesanfälle und juckende Augen sind besonders beim Autofahren gefährlich. Anti-Heuschnupfen-Mittel können zudem müde machen und die Reaktionszeit verschlechtern.
Laut Beat Wyrsch, technischer Berater beim Touring Club Schweiz, verfügen heute aber fast alle neuen Autos serienmässig über Pollenfilter, die Linderung verschaffen. Doch nur regelmässig gewartete Filter arbeiten einwandfrei. Darum sollten Allergiker dafür sorgen, dass die Pollenbarrieren jeden Frühling ausgewechselt werden.
Wer technisch begabt ist, kann den Filter selber auswechseln. In der Regel sitzt dieser am Übergang zum Fahrzeuginnenraum und ist häufig über das Handschuhfach zu erreichen. Ein Automechaniker benötigt für das Wechseln zwischen 15 und 20 Minuten. Selbsteinbauer erhalten Hilfe über die mitgelieferten Einbauanleitungen oder im Internet bei Herstellerfirmen wie Bosch und Micronair. Ein Blick in die Betriebsanleitung des eigenen Autos kann Aufschluss über den Filtereinbau geben.
Auch das Nachrüsten von Autos ohne Filter ist möglich
Der Preis für das Auswechseln beim Fachmann hängt von Marke und Modell ab. saldo fragte die Preise für einige Modelle bei Garagisten nach. So wurden für einen Golf IV mit Jahrgang 1999 zwischen 70 und 80 Franken für Material und Arbeit veranschlagt. Für den Filterwechsel bei einem BMW 320 mit Jahrgang 2003 und bei einem Ford Focus aus dem Jahr 2001 wären es zirka 90 Franken.
Das Nachrüsten von älteren Modellen ohne Filter ist grundsätzlich möglich, aber schwierig. In solchen Fällen muss man sich an einen Automechaniker wenden, der individuell anhand des Jahrganges und des Modells abklären kann, ob ein Filtereinbau möglich ist und wie teuer er zu stehen kommt.
Ein funktionierender Filter allein garantiert jedoch noch kein pollenfreies Auto. Allergiker sollten gemäss Peter Schmid, Leiter der Allergiestation des Unispitals Zürich, auf das Mitführen von Haustieren verzichten. Zudem sei der Innenraum regelmässig gründlich zu reinigen. Nur so können Pollen wirkungsvoll ausgesperrt werden.
11. Mai 2008 | Andreas Schildknecht
