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Ein privates Darlehen zu gewähren ist eine gute Alternative zum Sparkonto auf einer Bank. Aber nur, wenn man sich richtig absichert.
Die tiefen Sparzinsen der Banken lassen manchen Sparer nach Anlage-Alternativen suchen. Darlehen an Private versprechen höhere Zinsen. Davon wollen Kreditvermittler profitieren. Etwa die Internet-Plattform Cashare.ch: Sie lockt Darlehensgeber mit Zinsen bis zu 15 Prozent.
Wer bei Cashare.ch Geld ausleihen will, kann sich an einer Auktion beteiligen. Der Darlehensnehmer gibt dabei an, wofür er wie viel Geld braucht. Der Darlehensgeber kann festlegen, wem er ein Darlehen zu welchen Konditionen vergeben will.
Das Problem: Beide Parteien bleiben bei der Internet-Auktion anonym. Man kann die Zahlungsfähigkeit des Schuldners nicht selber überprüfen, sondern muss sich ganz auf die Bonitätsprüfung von Cashare verlassen. Gemäss Inhaber Michael Borter werden bei zwei Datenunternehmen Bonitätsinfos bezogen. Zudem müssten die Darlehensnehmer Dokumente einreichen, welche ihre Zahlungsfähigkeit belegen.
Das Cashare-System ist kompliziert und unsicher. Das Geld muss vom Darlehensgeber an eine Partnerfirma der Cashare AG überwiesen werden. Von dort wird es dem Schuldner weitergegeben. Der Darlehensgeber muss mit dem Darlehensnehmer und den Cashare-Firmen Verträge abschliessen.
Und bleiben die Raten- und Zinszahlungen aus, hat er das Nachsehen. Eine Partnerfirma der Cashare übernimmt zwar das Inkasso. Reagiert der Schuldner aber nicht auf Mahnungen, muss der Gläubiger selber für die Kosten der Betreibung aufkommen. Bleibt diese erfolglos, ist das Geld verloren. Die Cashare AG gewährt keine zusätzlichen Sicherheiten.
Darlehen unter Freunden: Profit für beide Seiten
Darlehen an Private können aber durchaus eine sinnvolle Sache sein – für beide Seiten. Dabei sollte man folgende Punkte beachten:
28. April 2008 | Mirjam Fonti
