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Die Bauern kritisieren die Bewilligung für Kartoffelimporte aus Ägypten. Doch ausgerechnet ihre Fenaco macht davon Gebrauch.
Die Schweizer Kartoffelproduzenten machen Druck auf Wirtschaftsministerin Doris Leuthard. Grund: Ihr Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) hat kürzlich den zollfreien Kartoffelimport aus Ägypten bewilligt.
Die Kartoffelbauern aus den Kantonen Schaffhausen, Thurgau und Zürich sowie der Schaffhauser Bauernverband protestierten kürzlich in einem Schreiben an die Bundesrätin gegen diese Bewilligung des Seco. Aus einem Land mit Lebensmittelknappheit würden Kartoffeln in die Schweiz gebracht, kritisieren sie.
Wie Recherchen von saldo zeigen, müssen sich die Landwirte jedoch selber an der Nase nehmen. Denn bisher importierte nur ihr eigener Konzern Fenaco Kartoffeln aus Ägypten. Im laufenden Jahr sind es insgesamt 20 Tonnen.
Die Fenaco ist ein Zusammenschluss von 350 landwirtschaftlichen Genossenschaften. Die Verantwortlichen des Konzerns unterstreichen gerne, dass sie die wirtschaftlichen Verhältnisse der Schweizer Bauern fördern wollen.
Fritz Stucki, Leiter des Bereichs Kartoffeln bei der Fenaco, bestätigt gegenüber saldo den Import der 20 Tonnen: «Es war ein Versuch. Die Qualität stimmte aber nicht.» Darum seien keine weiteren Einfuhren aus Ägypten vorgesehen.
28. April 2008 | hm
